Schlagwort: Depersonalisation

R.

Erstaunlich ist, wie klar sie ist.
Ganz eindeutig ist Verzweiflung, die als Aggression gelesen wird, ihr Motor. Ohne Umschweife sagt sie, was sie aus_sagen will. Da ist kein Zögern, keine Pause, um die (soziale) Lage zu prüfen.
Wir sitzen der Therapeutin gegenüber, bis sie sich rausschält und sagt was ist, während ich noch nach Gedanken fingere, beobachte und überlege, mich in alle Richtungen absichere, keine Situation zu produzieren.

Ich habe schon oft gedacht, dass es merkwürdig ist, wie schief die frühen Hilfen gegangen sind. Sie hat nie irgendwas verschwiegen, hat nie irgendwas versteckt. Nie irgendwas verklausuliert oder anders gesagt, als sie das meint.

„Wie gut können Sie denn GoogleMaps – ich dacht, vielleicht brauchen Sie ewig, um da was einzugeben“. Während sie mit der Therapeutin über frühere gute Orte spricht, berührt mich das Trauma, das mich, uns Rosenblätter, hervorgebracht hat. Ich merke, dass ich ein Pflaster über viele von R.s Wunden bin. Dass sie es ohne mich nicht einmal ertragen könnte, ganz bewusst zu spüren, dass sie gerade mit „einem dieser Therapiemenschen“ spricht.

Zwischen unseren Leben liegen ungefähr 8 Jahre. 1, wenn ich mich nur auf die Rosenblätter als kompensatorisches System beziehe. Und doch ist es eine ganze Welt. Für sie ist jede Hoffnung auf Verstehen und Verstandenwerden tot. Sie sucht keine Freund_innen mehr, sie hat abgehakt, jemals nicht mehr (verlassen) alleinverantwortlich zu sein. Es ist gesetzt, dass nichts, was von ihrem „uns“ kommt, außen okay ist. Weder sie noch andere sind erwünscht, sie weiß das und spuckt auf die schmerzende Stelle. Sie kommt klar.

Wieder denke ich, dass es viel mit Performance zu tun hatte. Aggressiv gelesene Opfer sind schwerer als solche anzuerkennen. Es bietet keinerlei Raum für Mitleid oder Mit-Schmerz-Empfinden, wenn ein Opfer auf Rettung und Hilfe besteht, anstatt darum zu bitten und betteln.
Die Enttäuschung über den Entzug einer Unterstützung oder Hilfe und die folgende Überforderung und ihr Trigger in die Todesangst, bleibt viel eher unbemerkt. Jedes Helferversagen ist eine bestätigte Traumawahrheit mehr. Und zwar eine, die genauso nicht reflektiert und aufgelöst werden kann, wie jene, die in der ursprünglich traumatischen Situation nicht reflektiert und aufgelöst werden kann.

Die Erwachsenen haben an R. versagt. Das Hilfesystem hat an R. und ihren Schatten versagt. Jede Instanz außer sie selbst.

Die Therapeutin fragt, wie R. zu ihrem Ort kam und diese sagt, dass sie einfach über die Straße gelaufen ist. Die vierspurige Bundesstraße in der Nähe ihres damaligen Wohnortes. Und dass das ja das Ding war. Nach links war die Straße, nach rechts Bahngleise. Niemand außer ihr, war jemals da. Und würde jemand kommen, dann … – ich denke das nicht weiter, mir reicht es zu spüren, wie grundlegend gut sich diese Möglichkeit für sie anfühlt. Wie sicher.
Die Therapeutin sagt Dinge, die R. überfordern, da ihr Erfahrungswerte zur Analyse fehlen. Ich merke wie R. ihren, meinen, unseren Autismus nicht kompensieren kann. Sie nimmt, was die Therapeutin sagt, kann nichts damit anfangen und weiß sofort, dass es mal wieder nichts war, von ihr mal wieder nichts kam, was okay ist, weil es hilfreich ist. Ich kann keine Übersetzung zaubern, die ihr diesen Aspekt erleichtert. Weiß auch nicht genau, was die Therapeutin jetzt sagen wollte und was wir machen sollen. Die Stunde ist um, wir gehen nach Hause.

R. kommt klar, ich komme nicht mit. Merke, wie ich wieder als einzige Option übrig bleibe.
Sie ist weg und mit ihr alle Erinnerungen an die Gegend damals.

hier ist ein guter Ort

Ich gehe aus der Stunde und hab sie dabei.
Ich hatte am Ende gezogen. Wollte nicht gehen. Nicht so. Nicht jetzt. Nicht so. Hatte geredet, über Belanglosigkeiten, um daneben weiter in Anwesenheit der Therapeutin nach einem Ort zu suchen, an dem sie bleiben können. Einfach, damit ich sie nicht mitnehmen muss. Nicht jetzt, nicht so.
Ich bin noch nicht bereit, habe keinen Plan, keine Idee, keine Genehmigung von Innen für meine Reflexe. Nein, deine Vermeidungssuppe ess ich nicht, sagt R. und versperrt mir den Lösungsweg.

Ich habe keine Angst. Rede mir gut zu. Gehe auf S. Zehenspitzen durch den Abend.
Ihr Gestank drängt meine Suche an. Ich merke, wie nicht bereit ich bin. Wie ich kotzen will und nicht kann, wie ich weinen will und nicht kann, wie ich in die Praxis zurück will und nicht kann. Wie ich mehr Sicherheit, mehr Unterstützung möchte und nicht bekommen kann. Wie ich auf mich allein gestellt bin und mit jedem Moment, das Gewicht auf mir mehr wird.

Und dann, wie es wieder leicht wird. Wie ich aus der „Hannah-K. lässt sich ein“-Hülle rausschlüpfe und in die „Hannah-K. kriegt das schon hin“-Hülle reingehe. Wie ich den Impuls, mich gnadenlos zu überessen umschiffe, wie ich meine Mails checke, den nächsten Tag plane, den Sprachkurs mache, ein Video gucke, mich umdrehe und in die Leere meines Ich denke, bis ich einschlafe.

Am Morgen danach, das Gefühl des Versagens. Es geht mir gut, ihnen geht es schlecht, wir haben keinen Ort für sie, wir haben sie nur benannt. Innens und ihre Geschichten hochzuspülen und dann nichts mit ihnen zu machen, war noch nie hilfreich. Entweder wir, ich, versuchen sie zu fühlen und mit uns zu verbinden oder wir lassen sie im Schwan verschwinden. Für immer. Integration oder Dissoziation.
Zwischenschritte sind extrem schwer für uns. Die Woche zwischen den Stunden ist zu lang, wenn wir sie nicht irgendwo unterbringen bzw. mehr Abstand zwischen uns herstellen.
In der Zeit werde ich überschwemmt von Erinnerungen, mit denen ich allein bleiben muss. Manchmal, weil sie auszusprechen oder in irgendeiner anderen Form nach Außen zu bringen, das sichere Therapiesetting erfordert, manchmal, weil es Dinge sind, die nichts mit der Gewalt zu tun haben, sondern mit dem Lebenszeitraum, in dem es michuns noch nicht gab. Und ich nicht weiß, was es auslöst, wenn ich über diese Dinge spreche. Innerlich wie äußerlich. Falsche Nachfragen sind genauso gefährlich für mich, wie die falsche spontane Idee oder Frage oder darauf folgende Erinnerung.
Gefährlich, weil ich nie sicher vorhersagen kann, wann es mich raushaut. Aus meinem eigenen Er_Leben. Wann kann ich nicht mehr kompensieren. Wann greifen meine Strategien nicht mehr. Das weiß ich erst, wenn es zu spät ist. Ich bin nicht triggerfrei. Ich kann nur besser alltagsdissoziieren als andere von uns. Das macht mich nicht belastbarer als sie.

Ich schreibe der Therapeutin eine E-Mail mit einer Idee, noch während ich mit R. verhandle und dann auch sie wieder ganz deutlich spüre. Erneut gegen Brechreiz anatme, mich häuten, weg- in weißes Nichts – laufen will, denke: „Das ist mir zu viel so allein.“ und NakNak* auf meinem Schoß seufzt, während sie den Kopf auf die Tischplatte legt. Es ist mir zu viel, dass das Leben einfach so weitergeht und ich sie, die Anderen, bei mir habe.

Mit dem Klick auf den Sendebutton ist das alles wieder weg. Sie, R., die Erinnerungen.
Es ist Alltag. „Hannah-K.-kommt-klar“-Hülle. Ich kaufe Brötchen zum Frühstück und denke „Wenn ich das jetzt nicht aufschreibe, dann ist es für immer weg. Ich kann wählen, was mir wegfällt. Wer mir wegfällt. Welche Spuren ich mir lege, um in einer Woche wieder da zu sein, wo ich jetzt bin. Ich kann meine Hülle wählen. Zufall ist nicht zuverlässig.

Hier ist ein guter Ort für die „Hannah-K.-setzt-sich-mit-den-Anderen-auseinander“-Hülle.“

zahnarztschlimme Traumascheiße

„So ist das jetzt also. Wenn ich denke, dass nichts passieren wird, passiert was und ich bin allein. Damit und mit dem, was es mit mir macht. Aha.“ Und in mir drin klickt eins ins andere, als wäre das nie nie nie niemals anders gewesen. Ich kann nicht aufhören zu weinen. Bin nicht mal wütend, bin Schock, Überwältigung, Not. Es weint und weint und krampft und ich mache Schritte durch die Stadt, die viel zu groß für mich und viel zu klein sind, um so schnell vorwärts zu kommen, wie ich und mein rasendes Herz das wollen. Brauchen.
Der Vertretungsarzt in der kieferchirurgischen Praxis hat uns beim Ziehen der Fäden von der Op vor 10 Tagen, wehgetan. Und weiter gemacht. Und weiter. Und uns angewidert? von den Tränen und der Sprachlosigkeit? weggeschickt.
Und nichts – kein Erklärungsversuch, keine Relation, kein „In Perspektive setzen“ hilft.
Es ist einfach scheiße. Nicht, weil ich das so finde, sondern weil es das immer ist, wenn jemand übergriffig ist. Ab da kann man die Scheiße nur noch aufquirlen, anheizen, verbreiten. Indem man so tut als wäre nichts. Zum Beispiel. Als wärs nicht schlimm, weils schlimmere Dinge gibt.

Unser Zahnarztschlimm hat fast 7 Jahre durchgehend Zahnschmerzen und 3 Zähne, eine Wurzelspitze und ein kreisrundes Stück Kieferknochen gekostet. Es hat bedeutet, keine 2 Minuten in einem Wartezimmer warten zu können – obwohl der Termin so hart umkämpft wurde. Es hat bedeutet über Wochen hinweg Pseudotermine zu brauchen, bei denen nichts passiert außer Konfrontation mit der Umgebung, Werkzeugschau, angucken und untersuchen lassen aushalten – üben! Um zu einer Basis zu kommen, die halbwegs stabil ist und Angst, Panik, rapid switching und andere Anpassungsreflexe aushalten kann. Um glauben zu können, dass diese dann neue Zahnärztin uns so lange Zeit gibt, wie wir brauchen.

Wir haben keine Zahnarztangst entwickelt, weil wir traumatisiert sind und sich unsere Ängste automatisch generell auf alles drauflegen. Wir haben sie entwickelt, weil wir uns zu lange nicht von einer Ärztin getrennt haben, die uns immer wieder wehgetan hat. Und weiter gemacht hat. Und weiter. Und weiter. Wir haben unser Bindungstrauma wiederholt.
Und danach haben wir unseren Ausstieg wiederholt. „Wenn du nicht verletzt werden willst, dann geh halt nicht hin. Zu niemandem von denen mehr. Jemals. Alle, die auch nur ansatzweise so sind wie diese Person, alle, die machen und bieten, was diese Person bietet: nie wieder.“

Wir haben lange mit Zahnschmerzen, Entzündungen und Löchern wie Einzimmerappartements gelebt.
Und als das von der neuen Zahnärztin in einer großen Behandlung unter Vollnarkose behandelt worden war, war das wie ein Sonnenaufgang.

Der Freund bot an, da anzurufen und den Arzt anzumeckern. Das war schön. Schöner Quatsch.
Und dann haben wir aufgelegt. Ich lief in die Innenstadt, fing die restlichen Tränen wie Erkältungsschnodder auf, spürte mich als Lücke zwischen Jahreswechselkälte und abgrundtiefer Kindernot. Dachte wieder: „So ist das jetzt also. Da schreit ein Kind, das niemand außer mir wahrnimmt. Aha.“
Ich konnte nichts tun. War bis spät in den Abend überwältigt. Plattgewalzt von der Willkürlichkeit des Arztes, der sich mit seinem Handeln in eine Reihe überwältigender Ereignisse des Tages, die in ihrer schockierenden Wirkung auf mich von anderen Menschen kaum nachvollziehbar sind, einreihte.

Am 7. haben wir den nächsten Zahnarzttermin.
Ich habe Angst, dass jetzt alles wieder so ist, als wäre nie nie nie niemals irgendetwas anders gewesen.
So ist das jetzt und es ist scheiße.

Traumascheiße.

Schale

Ich fühle mich geschält. Wie diese Kartoffeln im Glas, nur dass der Zug, in dem ich sitze, das Glas ist und in kein Supermarktregal passen würde. Aber ich. Ich fühle mich so klein geschält, dass ich froh bin um diese große Hülle. Es ist Dienstagabend, reichlich spät, denn wieder hat mein Zuganschluss in Minden nicht geklappt. Wieder warten wir im Dunkeln, im Kalten, im Alleinen zwischen zwei Welten und sind dabei selbst weder fest noch flüssig.

NakNak* atmet auf meinen Schoß, in ihrem Fell wuseln die Anderen wie Flöhe auf der Suche nach Nähe, Wärme, Halt. Alles ist schwer, sogar an meinen Wimpern hängen Senklote.
Als wir aus dem vorletzten Zug aussteigen wollen, spricht mich eine Person an. Ich reagiere nicht, bin verzehrfertige Kartoffel-klein. Denke, soll er sich große Leute suchen, um zu sprechen. Er winkt mir zu, tritt näher an mich heran. Ich höre zu. Dann doch. Weil ich mich ohne Schale einfach nicht abgrenzen kann. Und weil ich keine Kraft mehr habe. Für Widerspruch, für meine eigenen Grenzen, für nichts und niemanden. „Wobei würde der Hund denn assistieren?“ fragt die Person und ich höre wieder weg. Dafür – für all das, was an dieser Situation falsch ist – habe ich erst recht keine Kraft. „Das ist eine extrem private Frage.“. Sagt eine andere. Dann hält der Zug und wir steigen aus.

Es ist kalt. Es ist dunkel. Ich bin allein.
Und trotzdem gibt es Dinge, die total privat sind.
Und eine andere, die noch eine Schale hat. Oder ist.

Jobcenter like its 2015 (and back into Hierjetztheute)

“Seit wann sind Sie denn im Leistungsbezug?”
“Seit es Hartz 4 heißt, also 2005.”
”Ouh. Das ist lange.”

Ja. Das ist lange.
Und, jetzt, wo ich mit unserem neuen Sachbearbeiter beim Jobcenter rede, kommt das alles wieder bei mir an. Auf die Umzugserschöpfung, die Anpassungsanstrengungserschöpfung, die 3 Wochen ohne gesetzliche Betreuerin und die 2 Wochen ohne Therapie-Erschöpfung, die Überforderungsgefühle, dieses Telefonat überhaupt so unvorbereitet und allein führen zu müssen, obendrauf.
Ich könnte heulen, stattdessen depersonalisiere ich. Höre jemand anderem zu, wie er für mich redet, bin zu entfernt, um irgendetwas beizutragen.

Als das Gespräch zu Ende ist, rufe ich bei der Neurologin an. Aus irgendeinem Grund denke ich, dass sie ans Telefon geht und ich an ihr abprallen kann, um in mir selbst zu landen. Quatschidee, sie ist in 15 Jahren, die wir ihr_e Patient_in sind, genau 1 Mal am Telefon gewesen, wenn wir da angerufen haben und wer weiß, wieso das so war. Etwas von mir und etwas von jemand anderem, vereinbaren einen Termin mit der Sprechstundenhilfe. Im Oktober.

Ich erlebe einen Flashback ins Jahr 2015. Wo sich so viel für uns verändert hat, aber das Jobcenter am Arsch zu haben und die Notwendigkeit von regelmäßigen Terminen bei ihr, so viel alltäglicher, normaler waren, als jetzt.
Der Tee in meiner Hand, die beiden Hundenasen, die mich anstupsen und zu weichen Flanken werden, die gestreichelt werden wollen, erden mich.
Aus der fremden Hasswut auf die Umstände, wird mein emotionales Sumpfgebiet mit Steinen aus Selbsthass, die als einzige Halt unter den Füßen bieten.

Ich bin es nicht mehr gewohnt. Diese Jobcenterscheiße. Dieses Gepule in meinem Leben, meiner Privatsphäre. Diese ständige Frage darum, ob und wenn ja in welchem Umfang, ich berechtigt bin zu leben.
Ich habe keine Haut mehr für diese spezielle Form der strukturellen Demütigung, das bürokratische Muskelspiel, das mich klein machen soll.

In den letzten 3 Jahren ist mir eine Haut gewachsen, um auch unter Zeitdruck kreativ zu bleiben, um inmitten von Leuten, die helfen wollen, diejenige zu bleiben, die sich effektiv auch helfen kann. Ich habe Schulausbildungshaut, Zuhausearbeitenhaut, Schriftsteller_innenhaut, ein bisschen Buchbinder_innenhaut, Hobbyfotograf_innenhaut. Haut, die mich als Subjekt umschließt, schützt und stärkt.
Für den Umgang mit mir als Objekt ist da nachwievor nur meine Traumahaut und davon habe ich in den letzten Jahren viel zu viel abgebaut, um das jetzt hier ohne Schmerz, – Leid – , zu empfinden.

Daneben zeichnet sich schon jetzt ab, dass es wird wie immer.
Wir sind widersprüchlich, falsch behindert, können nicht so, wie es der Arbeitsmarkt will.
Medizinische Gutachten folgen auf psychologische Gutachten, es gibt einen weiteren Zettel auf dem steht, was auf den Zetteln von 2005 bis 2015 schon steht: 70% schwerbehindert, Merkmal G, dissoziative Krampfanfälle, DIS, Ängste und Depressionen gemischt,( ASS wird dann neu da stehen), nicht arbeitsfähig.
Obwohl wir arbeiten. Obwohl wir wirklich hart arbeiten und tun und machen.

Ich selbst muss diesen Widerspruch nie aushalten. Ich lebe ihn und ich denke manchmal, dass die DIS dabei sehr hilft. Ich merke meine Arbeitsunfähigkeiten nicht, wie ich meine Arbeitsfähigkeit merke. Ich arbeite meine Sachen ab, bin zu Hause, mache meinen Kram, bereite mich vor auf Arbeiten, die außerhalb von zu Hause sind – kann mich in unseren Kosmos hineinspalten und stückeln, solange niemand konstante Verfügbarkeit von mir erwartet.
Das zu erklären ist so schwierig.

Vor allem, weil ja selbst die Erklärung in einen Rahmen passen muss, wo sie überhaupt nicht reinpassen kann.
Ich muss einerseits sagen: “Hey, ich kann nicht in die 10km entfernte Jobcenter-Filiale kommen, weil ich noch keine Assistenz habe.” und andererseits: “Hey ich bin im Oktober für eine Woche allein in Wien, um aus meinem Buch zu lesen und mir Dinge anzugucken.”

Muss sagen, dass ich es nicht schaffen kann, jeden Tag 3, 4 oder 8 Stunden zu arbeiten, während ich jede Woche eine Podcastepisode produziere, was mindestens 3 Mal 8 Stunden in der Woche sind. Während ich an Buchprojekten arbeite, Buchbindeunterricht habe, meine Kunst mache und meine Ehrenämter bespiele.

Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich etwas nicht schaffe oder kann.
Es ist auch nicht so, dass mir nicht selbst auffällt, wie viel wir eben doch schaffen.

Es ist eben einfach so widersprüchlich, nicht linear, anders.
So bin ich, so ist mein Leben, so ist mein Funktionieren. Es gibt nun mal einfach Menschen, die so sind.
Das bin nicht nur ich, weil wir autistische viele mit Spezialinteressen, die produktiv nutzbar sind, sind.
Wir können nichts für einen Arbeitsmarkt, an dem teilzunehmen alle quasi zwangsverpflichtet sind, obwohl ebenjener Arbeitsmarkt auf Talente und Kräfte, wie unsere scheißt, sobald sie nicht unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden können.
Wir können nichts für Arbeitsbedingungen und –umstände, die Menschen, wie uns mehr und tiefgreifender schaden, als anderen.
Das macht das Jobcenter und sein Handeln immer wieder zu einer Strafinstanz für uns. Wir können nichts dafür, müssen versagen, rausfallen, “alles falsch machen” und werden dafür mit Drohungen, Leistungskürzungen und anderem bestraft.

Daneben sind wir heute privilegiert. Im Vergleich zu 2015 geht es uns heute sehr sehr gut. Wir sind sehr sicher, sind sehr geschützt, unterstützt, geliebt, gemocht, gehalten und wenn nötig, würde man uns sogar tragen.
Das macht die Erfahrung jetzt etwas anders. Wir wissen mehr über unseren Autismus, wissen mehr über unsere dissoziative Mechanik, uns als Subjekt. Das macht viel aus, hilft mir jetzt, mich hier aufs Schreiben konzentrieren zu können. Ganz sicher zu spüren, dass es okay und wichtig ist, mit diesen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu bleiben, wenigstens virtuell nicht.

Ich kann mich dem Ärger, der Wut annähern, sie teilen. Die spontane Spaltung wieder schließen.
Ich kann mich jetzt aber vor allem mit zwei lieben, warmen Hunden ins Bett legen, Tee trinken, ausruhen und nichts Schlimmes wird passieren, denn am Ende hängt eben doch nicht mehr wirklich unser Leben am Jobcenter, wie noch 2015.

Fundstücke #71

“Das Kind hat überlebt”,  hatte die Therapeutin gesagt. Montag. In unserer Therapiestunde.
Erst später kam das bei mir an. Also, so richtig.

Und jetzt fällt mir immer mehr auf, wie selbstverständlich in mir ist, dass die Gewalterfahrungen der anderen in einem eigenen Leben, einer eigenen Zeit stattgefunden haben und irgendwie immer an dem Punkt der völligen Zerstörung bzw. Dissoziation geendet haben. Haben müssen, denn alles Danach bin ja ich, sind wir, die Rosenblätter.
Obwohl wir erst Jahre nach ihnen da waren.

Wieder so ein Widerspruch, von dem ich spüre, dass er irgendetwas in mir machen sollte, aber nicht tut.

wenn was ist

Der Knopf an dem Beistelltisch ist rotorange und unter ihm ist eine androidhafte Gestalt mit Schwesternhaube abgebildet. Ich habe nichts zu tun. Liege hier rum, denke über die Tiefe dieser Grafik nach, höre den schnellen Gummisohlenquietscheschritten der Pfleger_innen über den Stationsboden zu.

Wenn was ist, soll ich mich melden.
Ich weiß nicht, was “was” hier bedeutet. Wenn mir der Puls im Hals flattert, wird er abgezählt und neben den aus meinem Arm gequetschten Blutdruckwert geschrieben. Dann werde ich wieder alleingelassen. Wenn es in meiner Brust wieder sticht, drückt, beengt und das Atmen schwer wird, dann wird der Puls abgezählt, der Blutdruck erquetscht und danach schließt sich die Tür wieder.
Mehr habe ich nicht. Nicht kommunizierbar und wenn, dann ist es innerlich. Psychisch, autistisch, traumatisch.

Ich traue meiner Wahrnehmung nicht. Weiß, dass ich weit über meine Kompensationsmöglichkeiten hinaus überreizt bin. Sensorisch wie geistig, wie psychisch. Ich, wir, haben nicht ein einziges Mal geweint, haben es nicht einmal versucht. Alle Geräusche der Welt sammeln sich in meinem Kopf und verdrängen jeden noch so kleinen Raum. Allein der Umstand, dass wir gerade nicht funktionieren müssen, verhindert einen explosiven Meltdown.
Was bleibt, bin ich. Der funktionale Shutdown.
Mein Sein ist das Schwingen. Vor und Zurück. Auf und Ab. Rein und Raus. Ich bin nicht durchlässig. Aber ich funktioniere so, als sei ich es.  Ich schwinge mit. Mit den Menschen, die mit mir sprechen und dem Innen, das sich unter meiner hauchdünnen Oberfläche zu einem undurchdringlichen Stein zusammengedrückt hat.
Dann und wann sickert Hannah bis zu mir und findet sich so normal wie lange nicht. Fühlt sich gut in dem Plauderkontakt mit der Mitzimmerbelebungsperson, badet in der Zeit mit dem Freund, C. und F., die zu Besuch kommen. Dass sie rausschwingt, was das Außen auf meine Oberfläche wirft, weiß sie nicht. Das merkt sie erst jetzt beim Lesen dieses Textes.

Wenn was ist, ist jemand da. Vielleicht ist man zu nichts anderem im Krankenhaus.
Dass man nicht alleine ist mit etwas, das man nicht so richtig versteht, das eigene Leben als bedroht empfinden lässt und manchmal auch mit Schmerzen einher geht.
Es ist so wie unser Da_Sein. Nur anders.

Dass was ist, erfahren wir, als wir entlassen werden.
Als etwas ist, da gibt es keinen Knopf zum Drücken.
Nur unser Da_Sein und die Freund_innen, die das aushalten.

Dissoziation ist einfach eine mächtige Kackpottsau. Isso.

Der Druck steigt und mit ihm die Momente, in denen Widersprüche auffällig werden.
Ich starte in die Woche mit einem Bein im Nervenzusammenbruch, weil mich die Strukturierung der Umzugsorganisation überfordert. Am Abend des gleichen Tages stehen 6 Kisten im Schlafzimmer, zwei im Büro, ein Ablaufplan für die gesamte Woche liegt auf meinem Tisch. Und das 30 Minuten nach einer Therapiestunde, die ich mit dem Gefühl verlasse, gar nicht mehr so viel Zeit im Alltag zu verlieren – obwohl ich, wie mir später klar wird, einige Zeitfenster des Alltags benannt habe, die nachwievor nicht (so richtig) zugänglich für mich sind.

Was bedeutet das?
Bin ich das Innen, das für eine Einschätzung über uns alle taugt? Wie läuft das eigentlich in einer Diagnostik – wenn ich sage, dass mir viel fehlt, bedeutet das dann, dass ich die DIS habe, aber ein anderes Innen, das ebenjene meiner Löcher er_lebt, nicht? Nie drüber nachgedacht in gut 16 Jahren DIS-Diagnose. Wow einfach.

Mich stören solche Widersprüche nicht, daneben macht es mich total unruhig, wenn Außenmenschen solche Dinge auffallen und sie mich dazu befragen. Denn meistens ist das ein Abchecken – eine Versicherung, eine Einordnung. Mal gucken, ob das so richtig ist, klar geht, “normal “ ist. Als würde der Umstand, dass ich lebe und alles gut ist, nicht reichen. Auch kränkend sowas.
Und irgendwie ja aber, was die DIS eben macht: Dass alles läuft, obwohl nichts laufen dürfte oder könnte – nach Meinung all jener, die sich und ihre Umwelt kontinuierlich und kongruent erleben, denn für sie ist die von mir jeden Tag erlebte Brüchigkeit von Zeit und Raum nichts Übliches.

Im Moment schlafe ich nicht sehr gut. Im Grunde: kaum. Beim Einschlafen rutsche ich in Traumascheiß und mein Aufwachen hat mehr von einem Senkrechtstart, ausgelöst vom ersten Vogelzwitschern draußen. Wenige, viel zu wenige Stunden nach einer Reorientierungsrunde von 1-2 Stunden.
Und dann geht alles seinen Gang.
Aufstehen, Dinge tun, essen, Dinge regeln, ansprechbar sein, reagieren, arbeiten.
Aus dem gelegentlichen Zucken des linken Augenlids während der Prüfungsphase, ist ein physiognomisches Festival geworden. Am Mittwochmorgen hab ich mir zum ersten Mal seit längerem wieder durch einen nervösen Tick ins Gesicht gehauen. Bäng, in my face. Ohne Sterne.
Und gleichzeitig ist da diese emotionale Nulllinie. Wie weißes Rauschen. Manchmal überlagert von einer echten Emotion, aber immer da, als wäre sie manifest gewordene Wahrheit. Einzig und unverrückbar.

Am Mittwoch haben wir unseren Personalausweis ändern lassen.
Ich saß  in der Halle und twitterte irgendwie halbwegs humorig darüber, wie kurz vorm Heulen und Kotzen ich war, aber angesehen hat man mir das sicher nicht. Selbst mir kam das irgendwie mehr wie eine sehr wahrscheinliche Option meiner emotionalen Verfassung vor, als denn einer echten Empfindung. Selbst in dem Moment, als ich wegen der Notwendigkeit eines neuen Passbildes von jetzt auf gleich in Tränen ausbrach, ohne irgendwas vorher wegatmen oder querschieben zu können. Selbst da dachte ich noch, dass das irgendwie doch nur die Wahrscheinlichkeit für eine spezifische Emotion erhöht, aber noch lange nicht wirklich richtig in echt jetzt so ist. Weil ja eigentlich alles gut ist. Alles so, wie es soll. Tutti palletti sozusagen.

Dissoziation ist einfach eine mächtige Kackpottsau. Kannste nichts gegen sagen. Isso.

Wenn wir heute mit Leuten übers Vielesein sprechen, dann sagen sie manchmal sowas wie, dass sie sich nicht vorstellen können, wie man so ein Gewaltleben er_leben kann und niemand merkts. Weil das so ein Widerspruch ist.
Phasen, wie die, die wir jetzt gerade durchmachen, sind ziemlich genau so.
Ich sitze hier und schreibe eloquent und reflektiert, was los ist – obwohl ich nicht weiß, was los ist und selbst, die Ahnung, die ich haben könnte, nicht mehr ist, als eine möglicherweise zutreffende Einschätzung, die aber nicht von mir prüfbar ist, denn ich bin sowas von weit weg von mir, von uns, dass da einfach nirgendwo ein festes Stückchen ist, um einen Punkt zu machen.
Ich weiß, dass hier richtig was zieht und reißt – aber ich kann nicht fassen was, weiß nicht wo, verstehe nicht warum. Und obendrauf passiert es IN WAHRHEIT nicht einmal WIRKLICH mir. Und: Ich kann niemanden um Hilfe bitten – ich wüsste nicht wobei, denn ich kriege ja doch irgendwie alles alleine hin und jeder Hilfeversuch von außen kann nur falsch sein oder an einer falschen Stelle ansetzen, denn es kann nur geraten werden. Und Hilfe an der falschen Stelle raubt Kraft, die im Moment nur kleckerweise wieder reinkommt.

Ich merke, wie oft ich fast wie aus Gewohnheit im Dissoziationsmodus bleibe, selbst über schwierige Momente hinaus. Einfach, weil es sich gut anfühlt. Neblig, wattig, bisschen schweberig. So als wäre alles von mir in Luftpolsterfolie gepackt, um mich vor Dingen zu schützen, die mir nicht einmal mehr Angst machen, nachdem auch sie auf der anderen Seite der Polsterung sind.

Ich merke aber auch wie gleichermaßen gewohnheitlich ich da auch wieder rausgehe. Wie routiniert ich mir Anspannung rausschüttle, wegatme, auf dem Fahrrad in die Pedale presse, um mich vom Fahrwind ins Er_leben zurückpusten zu lassen.
Alles was bleibt ist dieses vage Derealisationserleben. Doch das ist okay.
Ich muss wirklich nicht alles von dieser krass heftigen Zeit als real empfinden. Wirklich nicht.

das Handtuch

“Jetzt heul doch endlich!” schreie ich in das Hintermich und gehe weiter mit der Bastelschere durch das Handtuch.

Es war das Namensetikett. Das ist da seit 17 Jahren dran. Gestickt, von Oma dran genäht. Die Oma, die niemals auf uns zugekommen ist, um für sich selbst zu fragen, warum wir nicht mehr bei ihrem Sohn leben konnten.
Die von so vielen Kinderinnens geliebt wird bis heute. Die Oma.

Wir besitzen dieses Handtuch, weil sie es uns zu irgendeiner Gelegenheit vor dem ersten Klinikaufenthalt geschenkt hat. Es wurde uns nie geklaut, wie unsere Jacken, Hosen, Shirts, Lieblings-CDs und was nicht sonst noch alles verschwindet, wenn man in Institutionen und Wohngruppen wohnt, in denen alle immer nichts, nichts mehr oder nie genug haben.

Ich musste es waschen, nachdem ich damit das Abtauwasser vom Tiefkühlschrank im Keller aufgewischt hatte. Als ich es zum Trocknen aufhängte, bemerkte ich das Namensschild. Und fühlte nichts. Keinen Kommentar. Nicht einen einzigen anderen Seelenkörper.

Es verunsichert mich, so lange tot zu sein, wenn doch alles in Ordnung ist. Lässt mich meine Therapieerfolge in Frage stellen, wenn ich derartig zurückversetzt werde in mein Bevor-ich-von-den-Anderen-wusste-Er_Leben. Dieses funktionalfreundliche Gedankenträger_in-Sein.

Dann beschloss ich, das Handtuch zu zerschneiden. Brauche sowieso noch Stoffreste für Dinge.
Als ich anfange, drückt der Puls meinen Hals zu. Und dann werde ich wütend. K.-wütend, aber nicht nur. Auch Hannah-wütend. So fühlt sich das also an. Nach Handtuch in der linken und Bastelschere in der rechten Hand, nach Erstickungsfurcht und Druck hinter den Augen.

Ich schneide die erste Bahn, zerteile diese in Quadrate. Oma. Der alte Name. Damals.
Ich kenne Oma nicht und sie wird mich nie kennenlernen.
Im Garten schreien Kinder. Da steht ein aufblasbarer Pool.
Ich sehe mich als 4 jährige im Garten von Oma und Opa, schneide die nächste Bahn. Opa ist tot, die Vierjährige auch. Ich spüre das so deutlich wie den Druck, den ich aufbringen muss, um die Schere durch die Baumwolle zu kriegen.

Meine Augen brennen, mein Gesicht ist dicht. Ich will, dass sie da sind.

Das hab ich mir noch nie gewünscht. Hab noch nie gedacht, dass ich sie mal fühlen will.
Die Anderen.
Die, für die nichts in Ordnung ist.

die ersten Tage

Ich trete in das Büro ein, kurz nach 12. Um 12 arbeitet sie eigentlich nicht mehr. Sie macht eine Ausnahme. Ich reiße meine Aufmerksamkeit von dem Umstand weg, dass schon wieder eine Ausnahme passiert. Und dann auch noch meinetwegen.
Sie klatscht durch den Raum und prallt an allem ab, was sich seit dem letzten Termin hier verändert hat. Die Stille und die Aufmerksamkeit der Standesbeamtin quetschen sich in meine Wahrnehmung, ich sage auf einen neuen Zettel deutend: “Der ist neu.”
Sie sagt: “Ja, das kann sein. Es ist noch mehr neu.” und zieht die Urkunde über die Namensänderung aus einer Akte.

Der Rest ist Rauschen. Eine Unterschrift, die nicht mehr als ein hingeschriebenes Wort ist, ein Gedanke, ausgeleuchtet wie eine Werbung am Straßenrand: “Auskunftsperren beantragen”. Danken. Das Gebäude verlassen. Anders heißen.

Erst kann ich nicht darüber sprechen, zwei Stunden später will ich nicht mehr drüber sprechen.
Ich erfahre meine Abschlussnoten, schaue ihnen zu wie sie langsam von mir weggluckern. Ich schreibe einen Tweet dazu, damit ich nicht vergesse, was heute für ein Tag, was die Note für eine Leistung ist. 171 Leuten gefällt das.
Wie gut das tut, fühle ich erst später.

Die Sekretärin in der Schule ist die erste Person, der wir die Urkunde in die Hand geben. Sie liest den Namen laut vor, sagt wie schön er ist, ich lächle einen unerwartet empfundenen Schmerz weg. “Bitte nicht kommentieren, bitte nicht belächeln, bitte nicht ungewöhnlich machen, bitte bitte tu so, als wär alles normal.” Das denke ich, “Bitte nicht anfassen”, fühle ich. Aber niemandem, nicht einmal der Therapeutin, sage ich das, weil ich denke, dass es niemand versteht. Nicht so, wie es für mich ist.

Die Urkunde, diese Information, ist wie ein Filter, den man auf das Bild von mir legt. Er macht mich auf eine Art nackt, die Situation auf eine Art intim, der ich, der wir alle innen, überhaupt noch nicht gewachsen sind.
Jede Bemerkung berührt mich unangemessen. Jede Frage dazu dringt in mich ein.
Meine Erleichterung darüber, befreit vom alten Namen und dessen Aufladung zu sein, bietet nicht genügend Schutz, erst recht keinen Trost.

Und als am nächsten Tag jemand von einem Callcenter mich selbstverständlich mit dem alten Namen anspricht, merke ich, dass sie das auch gar nicht kann. Ich kann noch gar nicht richtig erleichtert sein, denn es wird in der nächsten Zeit noch viel dieser Ansprache geben. Wir werden jetzt eine ganze Weile noch beide, die_r mit dem neuen und die mit dem alten Namen, und deshalb niemand sein.