Schlagwort: Puppen

Barbie™

MarsAttacksBarbieStell dir vor, es ist Kunst und keiner merkts.
Stell dir vor, du begegnest Sexismus gegen Männer.
Stell dir vor, du sollst mit Irrealität fürs Leben üben.
Stell dir vor, du kennst jemanden, der keinen Nachnamen hat.

Ich spreche von Barbie™ und von der Barbie™ -The Dreamhouse Experience™ in Berlin.

Als wir ein kleines Mädchen waren, hatten wir keine Barbie™ und so wie ich das sehe, fanden wir das auch gar nicht so schlimm. Wir hatten eine BabyBorn™ und eine dieser gesichtslosen Waldorfpuppen zum Spielen, ansonsten jede Menge Lego und Fröbelbausteine von den Geschwistern.
Schminken, hübsch machen, erwachsen spielen, haben wir irgendwie übersprungen. Es ging gleich in die Sparte der Sprache und der Kunst und erst dann wurde Barbie™ für uns interessant. So etwa mit 12-13 Jahren, als auch Sailor Moon™ spannend wurde.
Damals war die Sparte „Barbie™“ allerdings bereits nicht mehr auf unsere biologische Altersgruppe ausgelegt. In dem Alter nach einer Barbie
zu verlangen, war deutlich spürbar nicht das, was die Klassenkameradinnen und auch die Erwachsenen für legitim hielten.
Ich weiß noch, dass meine Mutter vor mir stand und sagte, jetzt wo ich schon über ein Jahr menstruierte, sei das Spielen mit Puppen doch nun wirklich nicht mehr das, womit ich meine Zeit verbringen solle. Ich sei ja nun erwachsen und eine richtige Frau.

Dabei wollte ich nie mit der Puppe spielen.
Was hätte ich denn auch spielen sollen? Man spielt um soziale Interaktionsmuster einzuüben, Lebensrealitäten auszuprobieren, sich selbst und seine Umgebung frei zu positionieren- oder eben auch nicht.
Das Leben von Barbie™ entsprach (und entspricht) in nicht einem einzigen Punkt dem meinen, auch ihre Hobbies, Berufe und Neigungen waren (und sind) maximal von mir entfernt.
Ich wollte so eine Puppe haben, weil ich die Perfektion schön fand und es mich faszinierte wie glatt und flach ihr Leben ist. Es gibt nie Probleme, sie hat nie Angst, sie lächelt immer. Sie hat keine Persönlichkeit- sie hat nicht einmal einen Nachnamen- doch niemanden stört es. Es ist immer die perfekte Harmonie- Stasis die so tut, als sei die Dynamik.
Kunst eben.
Ich wollte sie nur angucken. So einen Ständer basteln, sie mir auf den Schreibtisch stellen und anschauen.

Damals gab es bereits die Sammlerbarbies. Besonders schön frisierte Puppen, mit echtem Metallschmuck und Kleidern die nicht aus Polyacryl, sondern aus Seide und Baumwolle bestehen.

Noch heute fasse ich persönlich Barbie™ und ihr ganzes Universum als Kunstform auf- nicht als Spielzeug.
Selbst vorhin, als ich für diesen Artikel ins Kaufhaus ging, spürte ich von den Kinderinnens nicht direkt den Wunsch mit den Puppen zu spielen, sondern nur sie zu berühren und anzugucken.
Auf meine Frage, warum sie nicht mit so einer Puppe spielen wollten, antworteten meine Kinderinnens O. (etwa 10 Jahre alt) und I. (etwa 7 Jahre alt): „Sie sieht so fein aus- so hübsch…“, kurze Pause, „und so wie eine Erwachsene. Weißt du, so wie gar nicht echt zum Spielen gemacht.“. Vorsichtiges Berühren der Packung. „Sie geht bestimmt schnell kaputt, wenn man spielt, dass sie Sport macht oder so.“.

Mir ist in dem Geschäft aufgefallen, dass Barbie™ ein verdammt teurer Spaß ist. Eine Puppe mit einem Set Kleidung und vielleicht 3-5 Zusatzteilen kostet fast 20€, ihre Fahrzeuge etwa 30- 60€, eine Ausstattung Möbel und Einrichtungsgegenstände etwa 18€- das 1,10m hohe Traumhaus schlappe 180€. Pinkes Plastik made in China, mit unverrückbaren Möbeln, einem Bett mit eingegossenem Bettzeug und aufgeklebtem Ausblick aus dem Fenster. Eine Berufebarbie habe ich gar nicht gefunden und festgestellt, dass die Hunde mit denen sie manchmal in den Park geht, kein Fell haben, sondern nur gegossene Plastikstruktur.

Barbie™ hat allerdings ziemlich coole Freunde. „Skipper“, „Chelsea“ und „Stacie“ fahren Jetski. Sie sind kleiner als Barbie™ und passen da auch drauf- Barbie™s Beine hingegen sind schon zu lang, um überhaupt die Steuerung zu erreichen. Soviel dann auch zur körperlichen Behinderung mit der Barbie™ so leben muss. Sie kann nicht einmal ihre Beine so weit spreizen, dass sie auf einem Pferd sitzen kann.

Ken, den Freund und ewig heiratenden Mann im Barbie™- Universum, habe ich auch gefunden. Und „Liam“, den ich so gar nicht einordnen konnte, weil er auch ein „Ken“ hätte sein können. Beide werden direkt mal zur männlichen Deko degradiert- was an sich interessant ist- passiert dies doch sonst eher den Frauen. Er hat kein Auto, kein Motorrad, nicht mal ein Fahrrad- ein Ken-Traumhaus gabs auch nicht. Einzig eine Ken-Puppe bei der man die Plastikhaare austauschen kann, wie bei Playmobilfiguren und ein Set Kleidung (sprich den Anzug zum Heiraten- statt des obligatorischen Surferoutfits) gibts für den einzigen Mann in Barbie™land.
Also liebe Männer, die ihr Probleme habt das Problem mit Sexismus zu verstehen: Stellt euch vor ihr wärt Ken
– und übertragt das bitte (vielleicht weniger totalitär) auf unsere Realität.

Die Konkurrenz hat mir besser gefallen.
Die Steffi Love™ von Simba, kann Kinder bekommen, hab ich als Kinderärztin, als Turnierreiterin, als Rennfahrerin und als Anwältin gefunden. Sie trägt auch mal lange Hosen, ihr Pferd hat Fell und ihr Freund Kevin hat eine bessere Garderobe. Außerdem ist sie bis zu 20% billiger und hat bunte Kleidung- der Pinkanteil ist ebenfalls da- doch nicht gleich hoch, wie bei Barbie™.

Heteronormativ sind beide. Genauso wie kapitalistisch und auch rassistisch. Freunde mit anderer Hautfarbe habe ich nicht gefunden- obwohl ich mich erinnere, dass eine meiner Klassenkameradinnen früher eine Puppe mit dunkler Haut hatte (klar total exotisiert mit pseudoafrikanischer Tradionstracht- aber immerhin).

Als die Barbie™ -The Dreamhouse Experience™ in Berlin eröffnete, gab es Proteste. Viele AktivistInnen hatten sich versammelt und Kritik geäußert.
Ich habe nicht alle Artikel dazu gelesen, aber die meisten Stimmen bezogen sich auf die Illusion zu der Barbie™ verführt, auf die soziale Rolle, die sie lebt und naja, was genau die FEMEN-Frau sagen wollte, habe ich irgendwie nicht verstanden. Ich fands jedenfalls schade, dass sie sich gezwungen sah, sich auszuziehen und eine 20€ Puppe zu verbrennen- und das auch noch an einem Kreuz. Symbolik die wohl irgendwie nur die FEMEN selbst verstehen.

Natürlich ist es keine Realität die Barbie™ lebt. Natürlich ist das, was sie so tut, nichts weiter als (bereits fertige) Nahrung zu produzieren, Essen, Kleidung einkaufen, sich schön machen und Spaß haben. Es ist eine traumhafte- nicht reale Welt. Es ist etwas, das fern von Belastendem ist, eine Insel.
Ich finde es eigentlich- so ganz grundsätzlich- schön, wenn es etwas gibt, dass Kindern so eine Insel bereitstellt. Schade ist es aber, dass es bei Barbie™ viel um „Ich bin du“ geht, die Vermarktung allein auf kleine Mädchen ausgerichtet und damit tatsächlich limitierend ist.

Es ist ein klares Signal: Barbie™ und alles was damit zu tun hat, ist nur für Mädchen. Der logische Schluss ist, das für Mädchen genau das geeignet ist- für Jungen nicht. Als würden Jungen nicht auch gerne Kochen, Essen, Einkaufen und Spaß haben. Nicht auch die Farbe Pink mögen können und Glitzer meiden. Und- wenn man sich mal das derzeitige ausschließlich für Jungen bereitgestellte Angebot anguckt- als hätten sie kein Anrecht auf eine ruhige, harmonische Umgebung!
Jungen sind mit teilweise so krasser Gewalt durch Spielzeug (und auch Kleidungsaufdrucke) konfrontiert, dass ich mich ernsthaft frage, wie die Eltern und sonstigen Erwachsenen um sie herum, das kompensieren sollen- ein Gegengewicht herstellen können. Dass sie das müssen, steht für mich außer Frage. Kein Kind kann den ganzen Tag „kämpfen spielen“- irgendwann kämpft es tatsächlich, weil der Radius seiner Spielfiguren zu klein ist.
Das Gleiche haben wir bei der „Mädchensparte“. Irgendwann ist der Punkt erreicht an dem „so tun als ob“ mit Stellvertretern nicht mehr reicht- es muss sich selbst geschminkt werden, schick angezogen werden, mit Lebensmitteln herumgemacht werden.

Der Punkt meiner Kritik ist, dass das Ausagieren der Barbie™welt bei Mädchen wohlwollend betrachtet wird und sozial erwünscht bzw. mindestens akzeptiert wird. „Es könnte ja auch schlimmer sein“ mit einem strengen Seitenblick auf die Jungs, die sich gerade mal wieder prügeln, weil sie ihre Pillen nicht gekriegt haben.

Ich denke, dass Kinder spielen dürfen sollen, womit sie wollen- doch mit dem Spielzeug selbst keine Realitätsnähe vorgegaukelt bekommen sollten, wenn sie ganz ganz klar, keine Realität ist. Und vor allem sollten sie ihre Lebensrealität mit der ihrer Spielzeuge vermischen können, ohne zig Hilfsmittel des Herstellers dazu zu brauchen.

Meiner BabyBorn™puppe fehlen zwei Fußspitzen- irgendwann hab ich ihr wohl mal die Nägel geschnitten. Sie klappert, weil ich ihr mal, statt des Instantbreis, echte wohlbekömmliche Sandsuppe serviert habe. Sie kann nicht mehr „weinen“, weil sie mit mir im Meer gebadet hat und das Salzwasser die Löcher verstopfte. Sie ist also eigentlich irgendwie kaputt. Aber sie ist unsere Begleiterin bis heute, selbst in diesem Zustand. Ich konnte ihr auch Babysachen von echten Babys anziehen, konnte sie auch in meinem Bett schlafen lassen, konnte sie auch aufs echte Klo setzen.
Eine Barbie™puppe wäre in wenigen Wochen zum stets nachzufüllendem Schlund geworden. Barbie™ gibt es eben nur mit Barbie™ -Kleidung, Möbeln… ihrer Realität.

Und wo wir gerade bei der Realität sind- einen Kritikpunkt an der Barbie™ -The Dreamhouse Experience™ habe ich noch. Sie ist gruselig!
„Das Nuf“ hat die Ausstellung (ne- man merkts doch eigentlich: Kunst wird „ausgestellt“- Realität wird „dargestellt“) besucht und ein Kurzvideo von Barbie™s Toilette gemacht.
Klick mich
ALTER!
Ich weiß ja nicht, wie sich Kinderköpfe den Umstand erklären, dass ihnen ein Delfin daraus entgegen guckt, aber ich muss dabei an eine Folge bei AkteX denken, in der aus einer öffentlichen Toilette lauter Ratten heraus kamen. Ich war damals 15 und doch hatte ich eine ganze Weile mit der Vorstellung zu kämpfen. Meine Beziehung zu Abwasserrohren war nie wieder die Alte…

Wie gehen die kleinen AusstellungsbesucherInnen (bitte bitte- sagt mir nicht, dass da gar keine Jungs hingehen) mit dem um, was sie dort sehen? Was entwickeln sich für Wünsche? Wie ist es für sie, lauter Plastikdinge zu sehen, die sie nicht anfassen dürfen? Es ist dort so viel hinter Glas und nicht erspürbar. Laut Homepage des Veranstalters ist das interaktivste eine Schlittenfahrt vor einem Bildschirm, ein paar Schminkplätze, ein Spiegel, ein elektronisches Klavier (das man doch kaum hören können wird, wenn die Bude voll ist) und wieder Computer an denen etwas gemacht werden kann. Gibts Barbies mit denen man spielen kann? Gibts wenigstens eine dieser Torten oder Cupcakes zum Essen?
Wenigsten eine Zuckerexperience muss es doch dort geben…

Pinocchio und mein Unverständnis

Ja, ich habs mit Disney… dies gleich mal vorweg.
Ich möchte aber mal sagen, dass das eigentlich nicht soviel mit dem Label oder der Marke an sich zu tun hat, sondern mit dem Image und der Rolle, die ich in bzw. hinter diesem Namen sehe.
Ich möchte nur mal draufzeigen und offen hinterfragen

Ich versuche die (für mich neue und fremde) Welt  zu verstehen, in der ich nun lebe- also stelle ich Fragen. So auch bei der Geschichte des kleinen Holzkopfes- oder wie wir ihn vermutlich alle kennen: des “Pinocchios”.

Eigentlich begann die Frage mit folgender Begegnung.
Wir haben einen männlichen Kontakt der uns erzählte, dass seine Tochter klar wann immer sie will und es braucht, bei ihm im Bett schlafen darf und deren Freundinnen auch. Klar- oh wei oh weh- sowas darf er natürlich niemandem sagen- wie das schon klingt: “Ich habe meine Tochter mit in meinem Bett gehabt, (deshalb hatte ich so wenig Schlaf und sehe aus wie ein Zombie aber danke der Nachfrage- ich hoffe auch, der Wachstumsschub ist bald durch und das Kind braucht mich nicht mehr so oft auf diese Weise…)”
Mir fiel dabei auf, dass es alleinerziehende Väter oder auch einfach die Väter nach einer Scheidung allgemein echt schwer haben ( auch in ihrer Position- nicht nur allein als Mann “an sich”). Ständig beäugt “ob da nicht doch was im Busche ist”, immer wieder in ihren Kompetenzen hinterfragt und kritisiert. Furchtbar! Als ob Mütter von Natur aus, ihre Tochter nie in ihrem Bett  vergewaltigen könnten oder in der Erziehung absolut und immer das super Händchen haben!

Naja und dann ging es weiter in meinem Kopf und ich dachte: Wieso hatte eigentlich niemals jemand den Wunsch von “Meister” Gepetto hinterfragt, einen echten Jungen zu haben? (Und by the way- wieso finden es alle so normal, dass ein “Meister” (da isser wieder) Eder einen männlichen kleinen Kobold und Petterson eine sprechende männliche Katze bei sich wohnen hat?)
Was ist das für ein Typ der sich ne Puppe bastelt, sie “Holzkopf” nennt und sie gern lebendig hätte?

Puppen sind das älteste dem Menschen nachempfundene Objekt mit dem sich selbige befassen. Erst als Kultobjekt und dann als Spielzeug. Auch eine seltsame Wandlung, nicht wahr? Ist es nicht schon ein Anzeichen sich selbst erst in Stellvertretung (als Art oder Wesen der Natur) zu vergöttern und dann zum Spielzeug zu degradieren?
Seit wann sind Puppen- stumpfe, tumbe, dumme, stumme, als Projektionsfläche für alles und Jeden geeignete Gegenstände- reine Kinderspielzeuge?
Meine Antwort bis jetzt lautet: Seit es nötig, möglich, allgemein anerkannt und gewollt ist Kinder stumpf, tumb, dumm, stumm und als Projektionsfläche für alles und Jeden zu miss- ge- brauchen!

Ein Meister Gepetto fühlte sich einsam (mehr wollen wir ihm mal nicht unterstellen!) und schnitzte sich ein Ebenbild, um einen Ansprechpartner zu haben. Er wünschte sich eine Antwort und zack, kam eine Fee herein, machte den ungehobelten Holzkopf zu einem Wesen das immerhin in der Lage ist zu denken, sich ein Urteil zu bilden und sogar zu sprechen!
Doch die Verantwortung zur vollständigen Erfüllung des Wunsches seines Erschaffers wird dem Kind aufgedrückt.
Damit es ein echter Junge wird, muss es lernen Recht von Unrecht, gut von böse zu unterscheiden, immer schön brav sein und zur Schule gehen. Es darf nicht faul sein, es soll immer gehorchen… Es soll möglichst stumpf zur Schule gehen, dumme und tumbe Arbeiten verrichten, stumm allen Wünschen der Erwachsenen gehorchen und dabei immer ganz genau so sein, wie es der Erwachsene der vor ihm steht gerade in diesem Moment erwartet.

Wer schon einmal in die Familienstrukturen geguckt hat, in denen (sexuelle) Misshandlung geschieht, der kann sich spätestens jetzt beantworten welche Ansprüche genau diese Art von Gewalt begünstigen.

Pinocchio ist wunderbar renitent und frech zu Beginn und weil er seinen “Meister” so liebt und ihm gerne jeden Wunsch erfüllen möchte, tut er alles was ihm mit seinen begrenzten Mitteln und Fähigkeiten möglich ist. Im Disneyfilm schauen wir der weniger krassen Variante der Unterwerfung eines Kindes zu, als noch in dem Buch beschrieben wird.
Wir sehen wie leicht es ist Kindern einzureden was Erwachsenen gefällt. Was Erwachsene sich wünschen. Was man alles muss und was man alles nicht darf um Erwachsenen zu gefallen. Und wir sehen auch was Erwachsene alles dürfen. Das Ende des Films zeigt einen echten Jungen. So wie Erwachsene ihn wollen.
Toll ganz toll.

Nun darf mir gern entgegenhalten werden, dass der Disneyfilm von 1940 und die Bücher von 18hundertschießmichtot sind. Angeschaut werden sie aber noch heute!
Und noch heute ist es so, dass Kinder nicht (oder mindestens nicht genug) danach gefragt werden, was sie gern möchten! Was sie für sich brauchen. Was sie für sich schön und angenehm finden und was nicht. Und wenn doch richtet sich kaum jemand wirklich danach!
Und wenn die Eltern sich dann doch (auch) danach richten, dann sollen sie das bloss nicht zu oft machen, weil sie damit die Kinder ver-ge- wöhnen, ver- er- ziehen, sich angeblich nicht genug Respekt verschaffen, die Kinder ihnen irgendwann auf der Nase herum tanzen… Ihre Kinder angeblich keine normalen, ehrlichen, aufrechten, klugen Erwachsenen werden.

Wie kommt es, dass sich viele viele Menschen den Film angesehen haben und nachwievor der Meinung sind, Kinder würden sich aus den Wünschen und Hoffnungen der Erwachsenen nichts machen?

Und für mich, als inzwischen erwachsenes Opfer von sexueller Misshandlung, bekommt diese Frage noch eine weitere Schleife, nämlich:
Wie kann es sein, dass tausende Menschen sehen wie ein Pinocchio sich aufopfert um seinem Meister zu entsprechen- ich aber gefragt werde, wieso ich gegenüber meiner Mutter oder meinem Vater nie gesagt habe: “Nein- ich will keinen Sex mit dir haben!” ?