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Morgen fang ich bestimmt an zu bluten und ich merks an dem Energieschub heute. Aufstehen, Wasser rein, Sportschuhe an, zum Bäcker laufen, special Nomnombrot kaufen und vor dem ersten Schluck Kaffee schon geduscht, angezogen, am laufenden PC mit Arbeit beschäftigt.
Stunde um Stunde vergeht. Reden, Denken, Arbeiten, mit NakNak* raus, in die Stadt eine neue Hose kaufen, nicht weinen um einen dicken Körper, nicht weinen um eine C&A-Filiale voll, laut, vielzuviel. Das Machen legt sich Handlung um Handlung zu einer neuen Schicht auf die Grenze zwischen innen und außen und am Abend, die eine Arbeit im kleinen Fenster, die andere in einer virtuellen “und dann mach ich das so und dann so und ja dann kommt das noch so…”-Schleife knapp über dem rechten Ohr, da frag ich mich, ob das vielleicht das gleiche Gefühl ist, wie Kontaktlinsen zu tragen.
So schalig. So schützend. So fokussierend.

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