fatal error/language pack „neurotypisch“ failed – der Apfel

Irgendwann ist es nur noch der Gedanke: Weil ihr einfach dumm seid.
Als Wochen vergangen, das gegenseitige Unverständnis unüberbrückbar, das Ende meiner Worte erreicht ist. Ja, da denke ich Fuck you all, ihr seid zu dumm, ihr rafft es einfach nicht, ich kann nicht mehr. Ende. Schluss. Dann eben nicht. War ja klar. Sowieso.
In meinem Rücken Leute, die ihre Unsicherheit ausdrücken, ja auch keine Ahnung haben und aber hier und aber da, allen geht es ja immer schlecht, nie hat man Zeit sich sicher zu werden und man weiß auch nicht. Das wollte man auf jeden Fall nicht und ja, danke für die Info, ich war auch nicht dafür da.

Der Fehler liegt nie bei den anderen, schlimmer noch, nie hat irgendjemand irgendetwas falsch gemacht, ich hab einfach Pech, irgendwie irgendwo falsch abgebogen und man kriegt es nicht mehr klar, weil keiner kapiert und ich einfach nicht mehr kann, nicht mehr weiß, aber soll und muss, weil sonst keiner will und sich einredet, ja eigentlich in Wahrheit auch nicht zu können.
Gruppen, andere Menschen und ich, das ist eine Geschichte, die für mich immer immer immer wieder mit dem Gefühl endet, für alles verantwortlich zu sein, an allem schuld zu sein, alles aus mir selbst heraus klären zu müssen, obwohl alle was von zwei Seiten sagen. Aber ich bin die Seite, die was sagt. Vermutlich, weil ich selbst einfach am allerdümmsten bin. Die andere Seite schweigt. Vor Angst erstarrt irgendwo zitternd und total verwirrt und hat ja keine Ahnung flatter flatter armes Mäuschen. Das Böse bin ich. Aggressiv, immer nur wütend, gefährlich.

Dass ich auch nicht verstehe, nicht verstehe, wie man nicht verstehen kann, obwohl ich schon alles gesagt hab – ich nicht verstehe, wie die meisten Leute mich verstehen, was von dem, was ich sage oder schreibe, ja blabla scheinbar versickert das irgendwie immer oder ist einfach zu konkret, mit zu viel autistischer Grammatik, was weiß ich. Wer redet kann kein Kommunikationsproblem haben, richtig? Jemand, die_r so viele Wörter kennt, von so vielen Leuten gehört wird, kann doch kein Problem mit Verständnis haben.

Verstehen bedeutet für die meisten Leute aber etwas anderes als für mich. Sie reden von emotionalem Verstehen. Von ei ei, wenn man sagt, dass etwas weh tut oder geteilten Emotionen oder schlicht einem Zuhause im anderen. Und ich meine, dass, wenn ich von einem Apfel rede, die andere Person versteht, dass ich von einem Apfel rede.
Nicht von Apfelmus, nicht darüber, wie ich Äpfel oder diesen einen Apfel finde, nicht, dass ich einen oder diesen Apfel will, nicht, dass der Apfel mich stört, dass er mich triggert und auch nicht, dass jemand den Apfel essen soll oder ich ein mega Rezept für Apfelkuchen kenne, weil ich die geilste Person unter der Sonne bin.

Die meisten Leute können ihre Missverständnisse mit einem einfachen Trick lösen, um sich selber aus ihrer Rolle in einem Konflikt rauszudrehen: Ich-Botschaften.
Weil die meisten Leute in den meisten Fällen irgendwelche emotionalen Sozialkonflikte haben und vornehmlich sagen wollen: „Ich mag dich, ich will dich nicht vernichten“, ist es wichtig und nötig, dass die einander sagen, was sie wie gehört haben und was das bei ihnen ausgelöst hat.
In meinen Konflikten, ist das eine Strategie, die mir nur Energie frisst, weil sie mich zwingt, die ganze Zeit immer und immer wieder zu sagen: Ja, fein, aber hier, es geht um einen Apfel. Nicht um dich, nicht um mich, ich habe hier ein Ding und ich bin deshalb in Gefühlen, weil ihr mich komplett aufraucht in dem Versuch mir mitzuteilen, wie lieb ihr seid, wie toll ihr mich findet, was in Bezug auf diese Sache hier eigentlich alles nur schlimmer macht, weil ihr mir total widersprüchlich erscheint. Ja, ihr habt mich lieb und wollt mir nicht schaden, warum hört ihr dann nicht einfach, dass es um diesen fucking APFEL geht?! Warum zur Hölle hilft mir dann niemand von euch? Warum bin ich denn jetzt hier der Arsch, „hab den Konflikt gewählt“, warum fühlt es sich denn für mich an, als würde ich mich eurer Zuneigung nicht würdig erweisen, weil ich sage, dass ich da etwas habe, das mit euren Gefühlen zu mir überhaupt nichts zu tun hat?

Am Ende solcher Konflikte reden Leute schlecht über mich oder machen mich zum Opfer meines Traumas, behaupten, ich wäre nicht konfliktfähig, entwerten meine Arbeit und so manche haben mir jeden Weg in andere Gruppen verwehrt.
Und ich bleibe mit der erneut bestätigten Traumawahrheit, dass jeder Space ein safe Space ist, wenn ich nicht (mehr) drin bin, zurück. Nicht, weil ich meine Trigger nicht klarkriege, nicht weil mich keiner mag, sondern nur, weil ich kein Emo-Verständnis will und das keiner kapiert.

Und weil der Apfel für niemanden außer mir überhaupt relevant ist.

17 thoughts on “fatal error/language pack „neurotypisch“ failed – der Apfel

  1. Ich überlege: Wenn wir miteinander über den Apfel sprechen würden, ginge es mir darum, deinen Bezug zum Apfel zu verstehen. Was wäre für Dich im Gespräch wichtig? Willst Du verstanden werden? Und wann fühlst Du Dich verstanden? Was ist Dir im Kontakt mit Menschen wichtig, wann fühlst Du Dich okay, nicht überfordert? Sind das für Dich nervige Fragen, die an Dir völlig vorbeigehen oder die Du schon hundert Mal beantwortet hast? Oder bei denen Du Dich fragst: “Warum fragt die sowas Dummes, darum geht’s doch gar nicht?“

    1. Ja, das würde mich richtig nerven. Weil der Bezug ja schon völlig logisch, klar, offensichtlich ist: Da ist ein Apfel und ich sage (zB.) „Der Apfel ist rot.“
      Die Lage ist für mich: Hannah sieht einen Apfel und macht eine Aussage darüber. Mein Bezug ist also auf den Apfel, denn über den habe ich ja etwas gesagt.

      Für mich gibt es daran nichts weiter zu verstehen. Was ich will, ist natürlich Kongruenz – ich will, dass Leute den Apfel angucken (und nicht mich, denn ich bin ja nicht der Apfel) und dann sagen: „Oh ja, er ist rot.“ Oder, wenn er von der Seite, auf die sie schauen grün ist, dass sie kurz auf meine Seite gucken, um zu prüfen, ob er viele Farben hat und mir dann sagen: „Ja, bei dir ist er rot, hier bei mir ist er grün.“

      Aber es passiert ja immer dieses Abbiegen. Ich werde angeguckt, weil ich etwas gesagt habe. Und wenn ich da hineindenke, dann ergeben diese ganzen Fragen ja voll Sinn, aber ich bin in der Aussage: „Der Apfel ist rot“ völlig irrelevant. – Es sei denn natürlich man kann oder will mir nicht glauben, dass es mir um den Apfel geht, dann geht es um meine Perspektive. Oder ob ich irgendwie komisch gucke oder Farben anders wahrnehme. Oder dass ich bestimmte Haltungen und Meinungen einfach nicht akzeptieren will, weil ich meinen Arsch warm halten und immer nur Bestätigung will.

      1. „… Für mich gibt es daran nichts weiter zu verstehen. Was ich will, ist natürlich Kongruenz – ich will, dass Leute den Apfel angucken (und nicht mich, denn ich bin ja nicht der Apfel) und dann sagen: „Oh ja, er ist rot.“ Oder, wenn er von der Seite, auf die sie schauen grün ist, dass sie kurz auf meine Seite gucken, um zu prüfen, ob er viele Farben hat und mir dann sagen: „Ja, bei dir ist er rot, hier bei mir ist er grün …“

        Du willst also eine Bestätigung des von dir festgestellten Sachverhaltes, aber nicht deiner selbst durch den anderen? So würde ich das jetzt aus Basis meiner eigenen Erfahrungen verstehen. Was „gibt“ dir die Bestätigung des Sachverhaltes? Ich für mich kann sagen: durch die Bestätigung des Sachverhaltes kann ich mich der „Korrektheit“ meiner Wahrnehmung versichern und somit mich ein Stück weit bestätigen (was allein schon wegen der tiefgreifenden Verunsicherung durch Traumatisierungen wichtig ist). Gewissermaßen ist das meine Art des Kontaktaufbaus. Ich kann wenig damit anfangen, wenn jemand statt der Bestätigung der „Sachlage“ mich fragt, warum ich diese Frage stelle, inwieweit die Antwort für mich wichtig sei – da fühle ich mich schnell „verarscht“. Oder wenn er in dem Beispiel sagen würde: „ja, ich sehe den Apfel …?“, ihn aber nicht beschreiben würde (was in der Regel die Frage impliziert: „was willst du mir sagen?“, wobei er diese Frage nach ausbleibendem Eingehen meinerseits an mich richtet). Nicht, dass die Frage nach der konkreten Bedeutsamkeit einer Sachlage mir überhaupt nicht gestellt werden dürfte. Aber nicht als erster oder zweiter Schritt. In deinen Worten: es müsste erst eine Brücke gebaut worden sein, damit ich die Frage bzw. ihre Intention verstehen und annehmen kann. Wenn ich ein akutes medizinisches (körperliches) Problem habe, dann will ich, dass man dieses in seiner Schwere richtig einordnet. Darüber bestätige ich meine Wahrnehmung und mich selbst. Wenn man jedoch stattdessen sagt „Das tut sicherlich sehr weh“ (insb. wenn das für mich gar nicht der Fall ist), dann kann ich bestenfalls wenig damit anfangen, schlechtestenfalls schäme ich mich (Traumatisierung sei dank). Ich habe allerdings keine Diagnose aus dem Autismusspektrum, der Verdacht wurde jedoch schon geäußert.

    2. Ich glaube, mein Kommentar ist nicht angenommen werden (sollte er dagegen unpassend gewesen sein, bitte ich das zu entschuldigen).

      Hannah,
      Also möchtet ihr eine bloße Bestätigung des Sachverhalts (Apfel)? Was „gibt“ euch eine Bestätigung des Sachverhalts, was die Kongruenz mit anderen? Meine Antwort für mich wäre: ich möchte eine Bestätigung des Sachverhalts, um mich der „Korrektheit“ meiner Wahrnehmung zu versichern und darüber mich selbst, meine (oft rudimentäre) Verbindung zur Welt und mein „Sein-Dürfen“ zu bestätigen, auch wegen der tiefgreifenden Verunsicherung infolge der Traumatisierung. Ich möchte dagegen nicht, dass mich mein Gegenüber über emotionale Bindung aka „… ich verstehe dich, mir geht es genauso/ähnlich“ zu bestätigen sucht, die für mich zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht vorhanden sein kann. Zumal mir die Äußerungen meines Gegenübers oft suggerieren, dass er mich eben nicht verstanden hat, in vielem gar nicht (emotional) verstehen kann.
      Erst, wenn eine Brücke über die Ratio und die Bestätigung des Sachverhaltes geschlagen ist, kann ich einen emotionalen Bezug aufbauen bzw. zulassen und somit auch die Frage nach der Bedeutsamkeit eine Sachverhaltes für mich verstehen und annehmen.

      Daher kann ich wenig damit anfangen, wenn mir jemand auf meine Aussage „da ist ein roter Apfel“ eine Aussage macht oder Gegenfrage stellt, die auf den Bezug zu mir statt auf den Sachverhalt abzielt. Je nachdem, kann es auch passieren, dass ich mich verarscht fühle oder wir völlig aneinander vorbeireden. Wenn ich ein akutes medizinisches, körperliches Problem habe, dann möchte ich eine zutreffende Aussage über die Schwere des Krankheitsbildes und nicht „… das tut sicherlich sehr weh …“ hören. Bestenfalls kann ich mit letzter Variante wenig anfangen, schlechtestenfalls (wenn die Aussage nicht meinem Empfinden entspricht) werde ich getriggert und empfinde Scham.

  2. ich versuche es mal auf eine Episode aus meinem DIs Leben zu übertragen (immer aus meiner individuellen Sicht). Ich bin letzte Woche operiert worden. Am 2. Nach-OP Tag erlebte ich zum ersten Mal bewusst eine dissoziative Bewusstseinsstörung mit Schwindel und dem Gefühl zu verschwinden, etwas zerrt an mir, Blutdruck schiesst in die Höhe. Habe dann die Pflege informiert, das was nicht stimmt und bei mir erst kürzlich eine DIS diagnostiziert wurde. Das ich das Gefühl habe etwas zieht mich in die Tiefe und die Nähe zum Fenster im dritten Stock ein Trigger darstellt. Sie haben diesen Apfel dann sehr gut verstanden und eingeordnet. Haben mich aus dem Zimmer genommen und Fensterplatz in ein Zimmer direkt neben Stationszimmmer gelegt und für emotionale Sicherheit gesorgt. Damit alles total deeskaliert und ich kam rasch aus der diss. Episode raus. Ich musst mich auch nicht weiter erklären warum, wieso….Wäre das ein guter Umgang mit dem Apfel, so wie Du es meinst?

    1. Wenn das für dich ein guter Umgang war, dann war es das. Wäre ich in der Situation gewesen, vielleicht auch.

      Äh ich hab jetzt einen Roman geantwortet, der besser ein Blogtext wäre – ich schreibe den mal grad fertig, weil die Frage nach dem „richtigen Umgang“ richtig gut ist!

    2. “ …Habe dann die Pflege informiert, das was nicht stimmt und bei mir erst kürzlich eine DIS diagnostiziert wurde. Das ich das Gefühl habe etwas zieht mich in die Tiefe und die Nähe zum Fenster im dritten Stock ein Trigger darstellt. Sie haben diesen Apfel dann sehr gut verstanden und eingeordnet …“ Könnte sein, dass dieser Umgang mit Triggern auch für mich passen würde. Allerdings müsste ich dafür erst einmal in der Lage sein, gewisse Dinge auszusprechen, ohne dass ich innerlich blockiere, gefühlt zäher Brei meine Hirnwindungen verklebt, und ich erst recht wegdrifte – selbst wenn ich nicht einem starken Trigger ausgesetzt war. Allein die Situation, bestimmte Dinge auszusprechen, ist bereits ein gewisser innerer Trigger in sich – selbst wenn ich mir nichts sehnlicher wünsche, als das zu tun. Und meine Kommunikationsfähigkeiten nehmen noch weiter ab, wenn ich einem starken äußeren Trigger ausgesetzt bin. So weiß ich auch nicht, ob ich jemals in der Lage sein werde, in diesen Momenten zu beschreiben, was ich fühle, oder ich maximal die Information übermitteln kann, dass es mir schlecht geht, weil ich getriggert worden bin. Äquivalent zu: da ist ein Fenster (Apfel), der unerträglich für mich ist. Oder noch rudimentärer: da ist ein Fenster.

      Bist du schon länger in Therapie und daher zu diesem Umgang mit Triggern fähig? Oder konntest du das bereits zu Beginn der Therapie?

      1. Hi
        sehe Deine Frage erst jetzt. Ich bin schon länger in Therapie allerdings bisher mit der falschen Diagnose !schwere depressive Episoden und Zwangsstörung“. Die richtige Diganose habe ich erst mal selbst bei mir vermutet und seit einem halben Jahr hab ich eine DIS und kPTBS sowie Bindungsstörung sehr sorgfältig diagnostiziert bekommen. Die Episode die ich beschreiben habe war eigentlich so das erste mal, das ich bewusst eine dissoziative Episode wahrgenommen habe und den Trigger dazu. Dazu muss man vielleicht wissen, dass ich selber Psychologie studiert habe, um mein psychisches Überleben damals als junge Erwachsene zu retten-da habe ich aber noch kaum was über dissoziative Störungen als Traumafolge gehört. Bin aber theoretisch und wissenschaftlich sehr intensiv mit psychischen Erkrankungen und ihren hirnorganischen Grundlagen beschäftigt…..

        1. Hallo Ismene, danke für deine Rückmeldung. Also hast du die kPTBS mit DIS vermutet oder nur die kPTBS? Wie ist es denn möglich, eine Bindungsstörung noch am Erwachsenen zu diagnostizieren? Kenne mich da nicht wirklich aus, meine Diagnose kPTBS ist noch ziemlich neu (zwei Monate her) und so auch alles, was mit dem Thema Dissoziationen zu tun hat. Vor meiner jetzigen Therapie war ich noch nie richtig in Therapie gewesen – das waren alles Zwangsmaßnahmen im Rahmen von (psychiatrischen) Fehldiagnosen meiner körperlichen Erkrankungen.

          1. Hi PICO
            ich hatte erstmal allgemein eine dissoziative Störung vermutet, wegen einiger Symptome die ich festgestellt hatte. Eine Bindungsstörung hat meine Psychotherapeutin wohl im Rahmen der therapeutischen Bindungsinteraktionen diagnostiziert. Ich zeige da wohl ein recht ambivalentes Verhalten. Aber sie sagt auch, das unterschiedliche Anteile unterschiedliche Bindungsmuster zur ihr zeigen…Eine DIS entwickelt sich oft aus einem desorganisierten Bindungsmuster in der frühen Kindheit. Ich denke das trifft auf mich zu….Ja leider scheinst Du eine ähnliche Karriere als fehldiagnostizierte Patientin gemacht zu haben wie ich….Ich denke die richtige Diagnose ist schon mal eine gute Voraussetzung….

  3. achja, und ich kenne auch nur zu gut den anderen Umgang mit dem Apfel. Das ich mich für das was nicht mehr funktioniert auch noch erklären verteidigen und rechtfertigen muss und dann auch noch mich fürs vermeintliche (Un)verständnis bedanken soll und brav sagen soll, ja ihr habt recht und alles ganz toll gemacht (obwohl ihr mich mit eurem verhalten eigentlich immer tiefer in die Dissoziation und Retraumatisierung reingetrieben habt…). Es geht ja nicht um mich, sondern darum das sich der andere gut fühlen kann….

  4. Frag mich ob diese Unverständnis /Missverständnis dadurch zustande kommt, dass wir bindungsgestört sind und deshalb nicht die gleichen Voraussetzungen erfüllen von Mitgefühl, und üblichem empathischen Verständnis durch Andere zu profitieren. Vielleicht laufen ihre Bemühungen ins Leere, oder werden nicht wie üblich beantwortet. Das Gegenüber das helfen wollte, bleibt dann unbefriedigt zurück, zumal sein Helfen oft auch der eigenen Selbstbefriedung/-bestätigung diente , die nun frustriert wurde und nicht soweit geht das Gegenüber ganz echt und voll zu verstehen und zu akzeptieren. Diese Bindungserfahrungen bedingungslos zwischen einer emphatischen frühen Bindungsperson und uns abhängigen Bindungspartnern bleibt uns schon zu Beginn versagt und führt whl dauerhaft zu einem Mangel und einer Unfähigkeit von Zuwendung auf gleiche Art wie „Gesunde“ zu profitieren……

    1. Ja, hab ich auch lange gedacht, aber das ist nicht mein_unser Problem.
      Wir können Empathieprobleme inzwischen so gut kompensieren und trotzdem entstehen diese Probleme mit dem Fokus.

      Was du beschreibst kenne ich aus ganz vielen Erzählungen von Menschen, die als Kinder in der Familie Gewalt erfahren haben.

  5. Hallo Hannah, hallo PICO, danke, dass Ihr Eure Gedanken dazu aufgeschrieben habt. Manches ist mir darin fremd. Es ist wertvoll für mich, Fremdes näher kennenzulernen und zu verstehen versuchen.

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