Tag 33: Heimfahrt

Am Morgen wache ich mit Halsschmerzen auf. Trinke einen Kaffee. Packe. Fahre weiter. Finde es gut mich so schlecht zu fühlen. Ich fühle mich scheiße und weiß, dass ich auf Scheiße zu fahre. Und trete so fest ich kann in die Pedale.

In der Radstation haben sie die Gangschaltung nicht eingestellt. Danke ihr … Pfropfen.

Die Gegend ist sehr westfälisch. Alles sieht aus wie zu Hause. Provinziell städtisch. Mittelengagiert. Mittelinnovativ. Mittelkitschig. Mittelinteressant. Wir haben die langweiligste Gegend der Welt als zu Hause und irgendwie ist das für uns vermutlich immer schon genau das Richtige gewesen.

Ab Rheda tun mir die Knie weh, weil die Schaltung nur noch in den hohen Gängen greift. Ab Gütersloh der Arsch. In Bielefeld Quelle, merke ich einen Sonnenbrand auf den Schultern. In Bielefeld Dornberg fährt uns jemand in den Anhänger. Eine Stunde später schlucke ich Ibuprofen und Erkältungshelfer.

Zu Hause.
Wo der Anrufbeantworter blinkt und alles fremd erscheint.
Außer das Schreiben.


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