Fundstücke #75

Manche Traurigkeit ist Murmeln in den Augenwinkeln, ist dichter, zäher Kloß im Hals. Wortlos und unendlich, weil man schon alles gesagt, aber noch längst nicht alles erfasst hat.
Und manche Traurigkeit ist ein wollener Faden, der unter der Zunge liegt, um jedem Wort ein Jäckchen anzuziehen.

Ich weiß nicht mehr, wohin ich mit dem Texteinstieg wollte. Zu viel Wolle auf den Gedanken. Vielleicht. Es ist viel los im Moment. Viel anderes als Fühlen und Denken. Es ist viel Machen. Viel den eigenen Körper zur Murmelbahn machen.
Kompensation, WeiterWeiterWeiter-Ent_Wollfädchen_Wicklung und lose liegen lassen. Nicht anfassen, nicht hinfühlen. Sein lassen, das ist schon viel. Auch das – nicht anfassen. Lassen. Da. Woanders als bei uns. Einatmen, liegen lassen, ausatmen, weiterweiterweiter hacken, zupfen, schreiben, nähen, kochen, arbeiten, sägen, bohren, schrauben, gießen und spüren, dass es geht. Das eine und das andere. Und wir. Hier, Heute, Jetzt.

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