„Ich hab schon wieder Bubble-Beef.“ Knatschig lande ich in meinem Korbsessel und rücke meine Kopfhörer zurecht. „Erzähl“, antwortet meine Freundin, und ich erzähle. Am Ende sagt sie: „Du spielst Schach mit einer Taube. Hör auf damit, geh weg davon. Das löst sich nicht mehr.“ Und ich will argumentieren. Weil ich das gelöst haben will. Ich will den verdammten Friedefreudeeierkuchen und alle sind ok miteinander und alle haben alles verstanden. Obwohl ich die Metapher kenne, obwohl ich weiß, dass sie Recht hat und obwohl mir das Kämpfen um eine Lösung nur mein Bild von mir selbst erhalten will. Ich will einfach nicht der Bösewicht in der Geschichte von jemand anderem sein. Vor allem nicht, wenn ich nicht mal was Böses getan habe. Es gefällt mir nicht, hinnehmen zu müssen, darüber keine Kontrolle zu haben.
Aber ich habs mit einer Taube zu tun. Nicht mit mir oder jemandem, die_r meine Ziele teilt. So etwas kann man von vornherein nicht kontrollieren. Nicht wissen. Aber wenn mans merkt und es nichts weiter macht als Frust und Ohnmachtsgefühle, dann muss man Verantwortung für sich übernehmen und gehen.
Meeh
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