nicht so allein

Es ist 2 Uhr und 5 Minuten nach dem ersten Albtraum. Immer noch gegen Druck und Not anatmend, beginne ich mit der Analyse.

Wo liegt der Fehler. Was habe ich falsch gemacht, dass das passiert ist. Womit habe ich diese Symptomatik ausgelöst. Was war der Auslöser an sich.

Auf meiner Haut liegt ein salziger Film. Das frische Nachtzeug eine klamme Hand auf Rücken, Bauch und Beinen. Nicht noch einen Flashback im Wachen nachschieben. Aufstehen, waschen, Wärmflasche machen, lieber nicht in den Spiegel sehen.

Auf dem Boden liegen Hundehaare. NakNak*, Bubi, der Freund. Hier, Heute.

Letzte Woche haben wir angefangen über das zu sprechen, was sich im Traum aufdrängt und mittendrin aufgehört. Bilderflut angehalten, Alltagsorientierung aufgenommen, bis nächste Woche. Ich habs mir nicht als Film vorgestellt oder so. Ich hab eine innere Tür zugemacht und das Schreien dahinter gegen das Alltagsgeplapper ankämpfen lassen. So macht man das doch. Letztlich ist doch genau das die Störung. Dieser Schrei im Kopf aus dem Witze und Gedöns kommen, dieser Schmerz im Körper, der tut und macht und ist und wird, unverletzt, heil und ganz in diesem Moment.

Ich trinke, halte die Wärmflasche, schüttle das Bett auf. Schließe die Tür, schließe die Augen. Ja, es ist Montag. Ja, jetzt ist nächste Woche. Ja, ich gucke drauf. Ja, ich bin für dich da. Heute Abend. Nicht jetzt. Nicht so allein.

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