Auftakt – #DisabilityPrideMonth –

Der Juli ist der #DisabilityPrideMonth.
Das ist der Monat nach dem #PrideMonth. Dem verlogenen Regenbogenflaggengewedel und dem Ausverkauf von Merch, dessen Botschaft nach wie vor die meisten Leute bei „den Schwulen und Lesben“ verorten. Der Monat, in dem romantisch kitschige Outingstories geteilt, Love is Love gequakt und vielleicht noch der eine oder andere Spendentopf mehr gefüllt wird, um Versorgungslücken zu stopfen, die Staat und Mehrheitsgesellschaft nicht als solche anerkennen.

Der Disability Pride Month gehört uns behinderten Menschen. Ganz allein.
Das ist vielleicht ganz gut so, denn das erhöht unsere Chancen einander zu finden. Es ist aber auch schmerzhaft. Denn es fühlt sich an als machten wir hier eine Aktion, die vielleicht 2 % der Weltbevölkerung etwas angeht und nicht, wie es wirklich der Fall ist, 100 %.
Also alle. Ohne Ausnahme.

Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr den einen oder anderen Sachverhalt zu vermitteln.
Bei Twitter habe ich bereits eine kleine Flaggenkunde zu den beiden Flaggen des Disability Pride geschrieben und erklärt, dass der #DisabilityPrideMonth eine wichtige identitätspolitische Aktion ist.
In den kommenden Wochen werde ich hier Texte veröffentlichen, die erklären, was Ableismus ist, wie man ihn erkennt und auflösen könnte. Danach erläutere ich die verschiedenen Modelle von Behinderung und wo diese intersektionale Intervention erforderlich machen. So informiert werden die Literatur- und Medientipps, die wir euch dann geben noch interessanter.

Gibt es Themen und Fragen zum Thema (Leben mit) Behinderung, die für dich schon immer offen sind? Vielleicht hast du etwas an dem Thema oder dem Aktivismus irgendwie noch nie so richtig verstanden, obwohl dir das schon oft erklärt wurde? Du kannst mir unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen mit der Frage. Ich werde sie aufgreifen und besprechen. Ja, auch wenn du dich selbst als nicht behindert einordnest.
Wenn niemand deine Nachricht sehen soll, schreib es dazu oder schreibe mir eine E-Mail an h.c.rosenblatt ät online punkt de. Wir sind auch bei Twitter und Instagram (@therosenblatts).