kurzes Zurück

Ich war und bin eigentlich ganz zufrieden mit 2013

Da wir schon einen Jahresrückblick hatten, dachte ich, ich mache einen 4 Monatsrückblick. Ist ja doch ein bisschen was gewesen.
Aaaalso…

Wir hatten die Bundestagswahl und ich war eine von denen, die doch irgendwie auf rot-rot-grün gehofft hatten (jaja- ich bin noch unter 30- mir darf so ein Schnulzirren wohl noch verziehen werden). Dann die GroKo und der grandiose Ausverkauf der Sozialdemokratie- wir dürfen gespannt sein, wie das wird.
Fürs Erste habe ich mir jede Menge Taschentücher und Archivierungsmaterial gekauft, um eventuellvielleicht kommenden Generationen zu zeigen, was wir “vorher” hatten und, was sie sich wohl gar nicht mehr zu träumen wagen.

Dann gabs das große Schweigen in meinem Kopf, das bis heute seine Wellen in Sprechausfällen und Sprachverwirrungen hat. Für jemanden, der sich vorgenommen hat ein Buch zu schreiben und seinen Blog irgendwie zu betreiben, der Flug auf die Nase, der echt nicht zu gebrauchen ist.

Der Fotoblog “Einfach mal angucken” wurde gestartet. Hab ich dann im November irgendwann auch gemerkt. Nun denn- es hätte ja auch schlimmer sein können.
Im November sind wir auch zum ersten Mal geflogen. Ins Ausland. Wo es fremdes Geld gibt. Und wo es uns gut gefallen hat, obwohl wir auch unfassbar viel Angst hatten. Wovon wir in vielen Artikeln schreiben mussten.

Sich davon zu erholen war nicht so recht möglich, weil medizinische Problematiken, soziale Be-zieh-zerr-reiß-ruck-knäul-ungen, therapeutische FortRückNebenDurcheinanderschritte, das erste Konzert, Phönix und sonstige Hochzeiten, die wir unbedingt mitnehmen mussten, uns einspann(t)en.

Am Ende stehen abgeschnittene Haare:   IMG_20131212_212116
und ein nagendes Kreisen aus Weglaufen, Angst, Erinnern, Regression, Oppression, Depression und (Auto-)Aggression.

Ich sehe, dass wir uns kaputt kämpfen. Vielleicht, weil wir im ersten Teil des Jahres so viel geschafft haben, als wir unsere eigenen Grenzen niederkämpften und mal die Nase in greifbare Möglichkeitenwunderländer steckten.

Jetzt gibts den Backlash. Die Quittung. Das Pfandflaschensammeln, weils zu viel frisches Obst gab.
Aber es geht weiter.

Hoffnung pflücken können wir.
Immerhin haben wir davon sehr viel gesäht und gedüngt bekommen in 2013.

 

zum Abschluss ein bisschen Musik


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