Lauf der Dinge

Tag 33: Heimfahrt

Am Morgen wache ich mit Halsschmerzen auf. Trinke einen Kaffee. Packe. Fahre weiter. Finde es gut mich so schlecht zu fühlen. Ich fühle mich scheiße und weiß, dass ich auf Scheiße zu fahre. Und trete so fest ich kann in die Pedale.

In der Radstation haben sie die Gangschaltung nicht eingestellt. Danke ihr … Pfropfen.

Die Gegend ist sehr westfälisch. Alles sieht aus wie zu Hause. Provinziell städtisch. Mittelengagiert. Mittelinnovativ. Mittelkitschig. Mittelinteressant. Wir haben die langweiligste Gegend der Welt als zu Hause und irgendwie ist das für uns vermutlich immer schon genau das Richtige gewesen.

Ab Rheda tun mir die Knie weh, weil die Schaltung nur noch in den hohen Gängen greift. Ab Gütersloh der Arsch. In Bielefeld Quelle, merke ich einen Sonnenbrand auf den Schultern. In Bielefeld Dornberg fährt uns jemand in den Anhänger. Eine Stunde später schlucke ich Ibuprofen und Erkältungshelfer.

Zu Hause.
Wo der Anrufbeantworter blinkt und alles fremd erscheint.
Außer das Schreiben.

3 Gedanken zu „Tag 33: Heimfahrt“

  1. Ja wahnsinn… Ich bin sowas von beeindruckt! Ich hätte schon nach der erste Fahrt im Regen hingeschmissen, ehrlich…! Ich kann nur hoffen, dass ihr euch mit überwiegend positiven Gedanken an diese Reise erinnert, auch wenn der Weg echt ungemein erschwert wurde durch das miese Wetter!

  2. Dicken Dank fürs Teilhaben-Lassen an eurer Reise! 🙂
    Ich hab (komischerweise [weil unbekannterweise]) ganz schön mitgefiebert und bin beeindruckt, wie ihr das alles gemeistert habt!
    Euch jetzt erst einmal gute Besserung und lebt euch gut wieder zu Hause ein!

  3. Danke für die tollen Berichte von dieser Tour, die für mich (sowohl physisch als auch psychicsch) undenkbar wäre.
    Was ihr da geschafft habt, ist unglaublich. Respekt!

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