Lauf der Dinge

note on “Ehe für “alle””

Es ist keine Ehe für alle.
Wieder wurde ein Regenbogengesetz verabschiedet, bei dem nur vom Gesetz anerkannte (und: oh schreck oh wei oh jemine! trotzdem existierende) Menschen bedacht wurden.
Queere, nicht binär geschlechtliche, trans und inter Menschen werden im Gesetzestext um die “Ehe für alle” nicht mitbenannt.

Also. Yeay für alle Personen, deren Geschlecht mit dem Körper als übereinstimmend erlebt wird und jetzt alle Personen heiraten dürfen, denen es genauso geht.

Doch bitte dabei nicht vergessen, dass das nicht “alle” sind.

Und: dass die Ehe an sich eine auch kritikwürdige Institution ist.

Mehr zu dem Thema, wenn ich als queere Person nicht mehr darum kämpfen muss als solche überhaupt (sowohl sozial/gesellschaftlich als auch strukturell) anerkannt zu sein, während so viele um mich herum mit der Regenbogenflagge rumwedeln und denken, das hätte irgendwas mit Gleichberechtigung und Akzeptanz von Vielfalt zu tun.

5 Gedanken zu „note on “Ehe für “alle””“

  1. Genau das selbe habe ich auch gedacht und auch, dass das zwar ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber trotzdem diesen Beigeschmack von „Wird auch langsam mal Zeit“ hat.

  2. …ja, es wird Zeit… ja, es hat einen bitteren Beigeschmack (auch im Sinne von „alle sind irgendwie doch nicht alle“)…. ja, es hat was mit kalkuliertem Wahlkampf zu tun…. und ja, es ist trotzdem gut, die Regenbogenflaggen zu schwenken und sich zu freuen!

  3. Die Institution Ehe wird als fortschrittlich verkauft, wenn das alte Mann-Frau-Fortpflanzung-geschützte-staatliche-Keimzelle-Ding ein bissl geöffnet wird. Aber WOZU? Die Üa von rechtlichen Benachteiligungen in einem Zusammenleben könnte auch anders erfolgen und das Ganze ist eine verlogene Blubberblase!

Kommentare sind geschlossen.