Lauf der Dinge

Warum ich mich entschlossen habe, vor der Aufklärungskomission auszusagen

Habst du schon darüber nachgedacht, dich auch zu beteiligen?

worttrabant

Ich nehme für mich in Anspruch, gehört und gesehen zu werden.

Ich empfinde die benannten Ziele der Komission als plakativ, auch als zu selbstverständlich um schon wieder Inhalt einer Kamagne zu sein, und als traurig, weil sie vom Zustand des gesellschaftlichen Umgangs mit sexualisierter Gewalt zeugen.
Ich glaube nicht daran, das es zu einer tatsächlichen Aufarbeitung kommt. Das wirkliche Hilfen wie angemessene, fachlich fundierte Traumatherapie, rechtliche Änderungen was Verjährungsfristen oder OEG – Verfahren betrifft oder die Berücksichtigung von innerfamilären Tätern im sozialen Leistungsrecht trotz Subsidaritätsprinzip endlich Einzug halten.

Ich habe mich gegen eine öffentliche Anhörung entschieden, da ich Stigmatisierung, Verurteilung und Bewertung meiner Person befürchte und nicht bereit bin, mich diesem bewusst auszusetzen. Außerdem lebe ich aus Schutz und Sicherheitsgründen immer noch, soweit möglich, anonym.

Ich bin es leid, mich der Definitionsgewalt und Rollenmacht eines sozialen und helfenden Umfelds auszusetzen. Ich möchte nicht mehr um etwas bitten, das selbstverständlich sein…

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