Lauf der Dinge

euer komisches Berlin – Teil 2

Und es ist Angst, die an die Innenwände meines Körpers schwappt, wie ein Fluss, der seit immer und vor allem da war.

Mein Gehirn rotzt mir diese beißende Kinderangst hinters Gesicht und reitet auf dem polterstolperndem Puls im Hals davon. Manchmal neben jemandem her, der durch dieses Betonland joggt und dabei aussieht, wie eine Mahnung vor Labelverselbstung.

Es ist, dass es anfängt weh zu tun, weil es eben nicht weh tut, sondern eine quälende Schleife aus Wucht und schwehlendem Viel ist, die kein Ende nimmt.

Ich bin nicht dünnhäutig, ich bin randvoll mit Adrenalin und andere Menschen mit mir. Es geht ums Überleben, wenn man sich von A nach B bewegt, weil man sich von A nach B bewegt.

Berlin ist rücksichtslos und „dit is Berlin“.
Es ist, dass Rücksichtslosigkeit unter Häute kriecht und Wurzeln nach außen treibt.
Dass Barrieren sind, die machen, dass Menschen hilfloser im Inmitten stehen, als sie müssten und am Ende ausgeliefert sind.

Die Bahnansagen sind kaum zu verstehen und auf den Monitoren läuft Quatschfernsehen. Wo ich wohne, werden dort Umsteigemöglichkeiten, Fahrtverlauf und Uhrzeit angezeigt. Wo ich wohne, kann ich es mir leisten vor lauter Angst zu vergessen, wo und wann ich bin.

Hier wird man gefressen und dit is halt Berlin.

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