Die Helfer_Innen und die Hilfe

Hartz 4 Still–Leben

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Kontoauszüge

ein Aktenordner voll Papieren und Korrespondenzen, die das Verlassen und Verratenworden sein von langjährigen UnterstützerInnen zur Folge hatte

eine “Akte”, die meine letzte “Vertreterin” angelegt hat

ein Ordner voller “Wir stellen so ungeeignete Vollpfosten wie Sie nicht ein.” – Zettel

ein Ordner gefüllt mit “die Krankenkasse sagt, dass die Rentenkasse sagt, dass die Krankenkasse sagt, dass das Amt sagt, dass die Krankenkasse sagt, dass die Rentenkasse sagt … “Wir haben vergessen, was sie beantragen wollten.”

ein Ordner BEHINDERT

ein Ordner KRANK

ein Ordner (“Zukunft”* ™ )
es sind die Jahre 2010 bis 2014
Die eigentliche HeldInnentat besteht nicht darin, das alles in Ordner zu stopfen und als Fakt zu ertragen
Sie besteht darin, diese nicht an Fragebögen zu tackern, die eine Selbstbeschreibung fordern.

3 Gedanken zu „Hartz 4 Still–Leben“

  1. Genau das ist es . Haben wir doch gelernt , es ist eingeschlagen worden , du bist nur das Wert was du arbeitest .
    Wie lange diese Gehirnwäsche bleibt, fraglich , da ist es eine Heldentat das nicht ( mehr ) zu verknüpfen .

  2. der letzte Satz erschließt sich mir einfach nicht… welche Fragebögen? Oder ist das Wort jetzt ein Synonym?

  3. Ich muss in letzter Zeit oft Fragebögen und Anmeldezettel usw. ausfüllen und jedes Mal komme ich in so eine Starre (Stille) weil die Frage ja meint: „Wer sind sie?“
    ich bin irgendwie diese ganzen Zettel da
    nur kann man die halt nicht halt nicht an Fragebögen tackern
    kommt ja blöd, wenn eins nicht weiß, wer es ist, aber tausend Zettel genau das definieren

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