Lauf der Dinge

…mit Blick zurück…

Der Saal explodierte in meinen Ohren und ich taumelte zurück zu dem Platz, an dem ich mich eigentlich doch eingegraben hatte vor lauter Selbsterdung.

Das war Applaus.
In meine Richtung.
Blicke, die auf mich trafen.
Lächelnde Blicke.

Wieso wurde hier geklatscht? Was hatte ich getan?
Ich
ha ha

Hat denn niemand die riesengroße Sprungfeder, die meinem Körper aus dem Kopf geflogen sein musste, gesehen? Niemand die ganzen sowieso schon lockeren Schrauben an mir klappern hören, als wir dort auf dieser Tagung herumliefen?

Es ging um rituelle Gewalt und viele Menschen würden da sein.
Wir hatten Vernetzungsideen und wussten eigentlich, dass die Angst vor Fremden doch jede Interaktion schwierig machen würde.

Einzelne Wortbrocken wühlten sich durch die Schallwellen und mit ihnen dann die Beruhigung, keine gänzlich unangemessene Wortmeldung getan zu haben.

Und dann stand der Mensch vor uns.
Erzählte von einem Filmprojekt und fragte nach Interesse daran.

Flughafen2Ich denke an all die Absprachen innen und außen, die der Moment der Entscheidung bereits im Vorfeld abverlangt hatte, als ich mir den Gurt des Flugzeuges um die Hüfte zurre, wie einen Strick um einen Sack.

Habe ich alles durchdacht?
Wirklich alles?
Was ist, wenn wir nicht zurück kommen?
Reicht unser nicht notariell beglaubigtes Testament?
Werden unsere Angelegenheiten gut beendet?

Was hatte ich getan? Ich würde jetzt vom Himmel fallen!

Ich würde jetzt vom Himmel fallen

Es gibt keine Situation, in der es nicht wenigstens die eigenen Gedanken sind, mit denen ich mich in echte Angst triggern kann.
Immerhin keimt mir ein Hauch von Verstehen auf, während ich mich in und um einen Sitzplatz herum in den Boden hineinerde und animierten Figuren bei der Präsentation der Sicherheitsanweisungen zuschaue.

Fortsetzung folgt

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