Lauf der Dinge

übers Schweigen schweigen (3)

P1010047Sprache, Sichtbarkeit und Schweigebruch sind Privilegien.
Ich habe nicht mehr viel zu verlieren und die Aussichten auf das, was ich gewinnen kann, rechnen mein Ableben mit ein. Wenn jemand aufhören könnte zu schweigen, dann bin das wohl ich.

Und dann kann ich es nicht, weil Privilegien auch Verantwortungen mit sich ziehen.
Ich schreibe als Betroffene. Schreibe, was andere betroffene Menschen (noch) nicht schreiben (können/ wollen).
Menschen lesen hier und bekommen einen Einblick. Manche basteln sich daraus eine Schablone und versuchen sie auf sich, ihre Mitmenschen oder das Leben zu übertragen.

Manche verstehen meine Sprache auch nicht.
Suchen in dieser Artikelreihe etwas, das mit Absicht gar nicht da ist.
Suchen in mir etwas, das mit Absicht nicht gezeigt ist.
Übergehen das, was sie eigentlich anspringt, weil es das Übliche ist.

Ohne „das Übliche“ als genau das zu sehen, was Schweigen bricht und sichtbar macht.
Übers Schweigen schweigen heißt: Nicht zu sagen, was andere Menschen nicht sagen.

Fortsetzung folgt

2 thoughts on “übers Schweigen schweigen (3)”

  1. Du schreibst, was andere nicht schreiben? Klingt etwas merkwürdig, weil Du doch von Deiner Realität schreibst. Und andere von ihrer… Jede/r schreibt, was möglich ist. Aber das Du quasi für andere schreibst…das Wort erhebst….dass sehe ich doch anders. Viele Grüße

  2. ich kann das grad nur abwatschen- weil es darum nicht geht in dem Artikel- es geht nicht um mich und meine Lebensrealität bei dem Satz

    Einfach nur stehen lassen 😉

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