Lauf der Dinge

H.

Da ist sie und bedeckt ihr Gesicht mit den Wolken im Himmel.
Heftet flatternde Vögel in ihr Haar und schickt Jumbojets durch ihre Augenbrauen.
Betrachtet gekringelte Staubflusen in ihren Wimpern und lässt ihre Gedanken in einem Meer aus Fragen baden.

Ab und an dringt die Welt, in der sie steht, in sie ein und zerreißt den Körper bis auf den Stab, auf dem ihr Kopf steckt.

Es ist der Kopf, der ein Schloss nach dem anderen baut.
Pläne erschafft und Möglichkeiten findet.

Und der Rest?
Rest gibts nicht. Passt nicht zwischen die Wände ihrer Bauten.
Wird zu Bauschutt, der von anderen abgeholt wird.
„Macht damit was ihr wollt. Ich wills nicht, brauchs nicht, mags nicht. Hier du kannst es haben.“

Glücklicherweise spricht sie nicht mit jedem.

 

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