Die Helfer_Innen und die Hilfe, Lauf der Dinge

die Tagung

Gestern kamen wir der herzlichen Einladung der katholisch sozialen  Akademie des Franz Hitze Haus und der Fachstelle für Sekten- und Weltanschauungsfragen des Bistums Münster nach, an der Fachtagung mit dem Titel „rituelle Gewalt in satanistischen Sekten“ teilzunehmen.

Als Referenten sprachen als Überlebende ritueller Gewalt „Nickis“  (Nicki und die Bärenbande) über ihren Ausstieg aus dem Kult in dem sie aufwachsen mussten, sowie auch über ihre Therapie und OEG- Erfahrungen.
Über die Hintergründe, die Diagnosen und die Behandlung hochdissoziativer Persönlichkeiten referierte Michaela Huber. Ihres Zeichens Psychotherapeutin und Ausbilderin in Traumabehandlung mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet.
Als weitere Sprecher traten Prof. Dr. Adolf Gallwitz von der Polizeihochschule und Kommissar a. D. Manfred Paulus aus Villingen- Schwenningen auf, welche Einblicke in die (Un-)Möglichkeiten der Polizeiarbeit gewährten.

Der Saal war voll belegt. Innerhalb kurzer Zeit sei diese Veranstaltung, laut verschiedener Beteiligter ausgebucht gewesen. Kein Wunder- so ist es wohl meistens wenn Menschen beginnen Dunkelfelder menschlichen Elends zu beleuchten: Man ist so froh um jede Möglichkeit des Austauschs und Abgleichs der Wahrnehmungen, dass man sich wie die Wespen auf alles stürzt war nach Zucker riecht.

Den Anfang machten Nickis und gaben so offen wie es ihnen möglich war, einen Einblick in ihr System und alles was ihnen geholfen hat den Ausstieg zu schaffen. Was für eine innere Stärke dazu gebraucht wurde und wie wichtig der Wille war, haben sie sehr gut verdeutlicht, was uns gefallen hat.
Sie sprachen durchgehend für sich und ließen nie die Möglichkeit entstehen, von ihnen auf alle Betroffenen zu schließen- außer dort, wo es Häufungen gibt. So zum Beispiel erwähnten sie, dass sie es geschafft haben während der 20 jährigen Therapiezeit (die sie nicht gänzlich integriert beendeten) zu arbeiten und ihre Psychotherapie selbst zu finanzieren, doch dass dies etwas ist, das nicht alle schaffen.

Mir hat ihre Sprachführung sehr gefallen, denn sie sprachen von Überlebenden.
Etwas, das dann im Anschluss auch Michaela Huber übernahm und gleich auch weiterleitete auf die vielen kleinen Sprachfallen, in die die breite Masse leider immer wieder tappt. Sie prangerte die Begriffe des „sexuellen Missbrauchs“ („Denn sie wissen ja: Wo ein Missbrauch- da ein Gebrauch und kann es wirklich einen richtigen Gebrauch von Menschen geben?“) und der „Kinderpornographie“, sowie der „Kinderprostitution“ an und schlug, wie damals zu ihrer Lebzeit noch Monika Gesterndörfer in ihrem Buch „Der Kampf um die verlorenen Wörter“, die Begriffe der „sexualisierten Gewalt“, der „Kinderfolterdokumentation“ und der „organisierten Kinderfolter“ vor.

Der Vortrag zu den diagnostischen Hintergründen und der Behandlung von Menschen mit DIS ergab einen runden Gesamtüberblick über die Mechanismen der menschlichen Psyche, die zu erst dafür sorgen, dass die Betroffenen die Gewalt, der sie ausgesetzt waren, überlebten und dann in der Folge leider aber auch dafür sorgen, dass der Ausstieg aus diesen Täterkreisen sehr schwierig und zäh sein kann.
Positiv ist mir dabei aufgefallen, dass zu keinem Zeitpunkt der Mythos des „weltumspannenden Netzes der Satanisten“ bedient wurde. Sehr schnell wurde klar, dass es um schwere Gewaltverbrechen an Menschen geht, die sowohl spirituelle als aber auch sehr weltliche Interessen befriedigen können.
Es wurde sehr eindrucksvoll klar, dass es bei Gewalt um Macht geht. Einzig an der spirituell-geistigen Note zusätzlich, welche die rituelle Gewalt mit sich bringt, wurde ein Unterschied zu anderen Formen von Gewalt gegen Menschen gemacht.
Diese Differenzierung so deutlich vor Augen zu haben, war für mich als Betroffene sehr klärend und ich wünsche dies den vielen TeilnehmerInnen, die vielleicht ähnlich verwischt empfanden wie ich vorher, ebenso.

Nach der Mittagspause trat Herr Prof. Dr. Gallwitz ans Mikrophon, um einen Einblick in die Polizeiarbeit im Dunkelfeld der rituellen Gewalt zu gewähren. Es wurde deutlich, dass es sich um einen akademischen Vortrag zum Thema der Hindernisse bei der Anzeigeerstattung von Menschen mit DIS allgemein und leider nur am Rande die Handlungsmöglichkeiten der Polizei handelte, der eher ungünstig für das Publikum aufbereitet und vorgetragen wurde.
Dies spiegelte auch das Publikum. Der Vortrag endete leider ohne leicht nachvollziehbares Fazit und hinterließ spürbares Gefühl der Ohnmacht und Enttäuschung bei mir. Hatte ich doch nun gerade wieder das „typische“ Verhalten von Vertretern der Polizei gesehen. Nur diesmal noch obendrauf akademisch vorgetragen und mit der Ahnung, das genau diese Haltung und Raster offenbar auch so gelehrt werden.

In diese Stimmung hinein trat der Kommissar außer Dienst, Herr Paulus aufs Podium.
Seine emotionale Beteiligung an dem Thema nach 30 Jahren im Dienst war gleichsam unüberhörbar, wie sein Wunsch nach mehr Handlungsmöglichkeiten der Polizei im Angesicht dessen. Ihm gelang es deutlicher sein Mitgefühl und Verständnis für die Position der Überlebenden zum Ausdruck zu bringen. Doch auch nach diesem Vortrag in dem viel Kritik am „runden Tisch sexueller Missbrauch“, an den derzeitigen Täterschutzgesetzen und Leitlinien zur Prävention und Aufdeckung von sexualisierter Gewalt an Kindern angebracht wurde, entspann sich in meinem Gefühl folgendes Schlussfazit für die Vorträge der beiden Polizeivertreter:
„Wenn ihr Überlebenden die Täter nicht anzeigt, können wir nichts für euch tun. Wenn ihr es doch tut, aber auch nicht, weil ihr durch die Folgen nicht ganz so zuverlässig seid, wie ihr müsstet.“

Das „selber Schuld“ schwang in meinem Kopf hin und her- abwechselnd mit einem Gefühl der absoluten Hoffnungslosigkeit von der Polizei zum jetzigen Zeitpunkt, und entsprechend ihrer Mittel und Möglichkeiten, die Hilfe zu erfahren, die sie zu stellen verpflichtet ist.
Ich, als Betroffene fühlte mich auch auf der sprachlichen Ebene nicht angemessen angesprochen von diesen Vorträgen. Die gerade 2 Stunden vorher negativ konnotierten Begriffe wurden durchgehend verwendet, genauso wie der Begriff des „Opfers“ immer wieder fiel. Auch wurde nicht darauf geachtet, Gewaltschilderungen herauszustreichen oder auf evtl. visuelle Trigger in der Overhead- Präsentation hinzuweisen.

Es war sehr deutlich, wie weit sich allein schon der normale Umgang mit dem Thema und dem Publikum in der Wertschätzung der Begegnung unterschied.

Nach einer 10 minütigen Pause schloss die Tagung mit einer einstündigen Podiumsdiskussion in der einige Fragen an die Referenten der Tagung gestellt werden konnten.
Sehr positiv fiel mir die Wortmeldung einer Teilnehmerin und dem folgend einer Vertreterin des „runden Tisch sex. Missbrauch“ dabei auf, die auf die Forderung von Herrn Paulus nach einer Anzeigepflicht reagierten.
So wurde die Notwendigkeit von Opferschutz vor Anzeigeerstattung unterstrichen. Doch auch hier war wieder sehr deutlich spürbar, dass es eben diesen Opferschutz in der Bundesrepublik Deutschland bis heute nicht ohne die auslösende Gefahr der Anzeigeerstattung an sich gibt.

Ich habe mich zum Ende hin immer ohnmächtiger und trauriger gefühlt.
Immer weiter häuften sich Aussagen, die einen nur unbefriedigenden Schluss übrig ließen:
Du bist ganz allein
Keiner kann dir helfen
Du bist machtlos

Für mich sind das Schlüsse, die meine ganze Kindheit und Jugend durchzogen. Wir haben uns als Mensch genau deshalb so aufgespalten, weil wir in einer Realität gelebt haben, in der diese Aussagen wahr waren.

Doch diese Tagung zu besuchen war uns nur möglich, weil diese Sätze eben nicht mehr wahr sind. Weil wir eben nicht mehr allein sind und es auch nie wieder sein müssen. Weil die Menschen da draußen, die sich so sehr für ihre Klienten einsetzen, eben doch helfen können und wollen. Und weil wir alle, die wir hier in Deutschland leben und diese Gewalt ablehnen, eben nicht hilf- und machtlos sind.

Und so kam es zu unserer Wortmeldung an Ende der Tagung.
Ich dachte: „Wenn all das so in mir arbeitet und mich irgendwo zwischen „schreien gen Himmel“ und „Weinen im Innen“ flattern lässt- wie muss es in jenen nun aussehen, die herkamen und sich dessen als BehandlerIn noch nicht so sicher sind, in dem was sie für ihre Klienten tun und in Bezug zu ihren eigenen Motiven?“.

Ich weiß nicht mehr wortwörtlich was wir gesagt haben, aber das Wichtigste wurde zum Ausdruck gebracht und ich hoffe, dass die an die es gerichtet war, dies eine Weile bewahren können.
Ja, BehandlerInnen und auch die Polizei stehen der Gräuel in den meisten Fällen auf eine Art gegenüber, die sie sich ohnmächtig und hilflos fühlen lässt, doch zumindest ich, als Überlebende, bin bis heute für jede gereichte Hand, für jede gezeigte Präsenz, für jede Geste der Hoffnung unglaublich dankbar.
Das ist soviel mehr als das, was wir als Kind erlebt haben und auch manchmal noch soviel zu viel Gutes für mich, dass ich oft noch gar nicht richtig damit umgehen kann.

Doch es ist nicht umsonst, denn genau das hat mein Leben so oft gerettet und genau das ist es, was immer möglich ist- auch wenn die Gewalt weiter geschieht und auch wenn die Polizei nichts dagegen tun kann.
Da sein und sich zeigen und kämpfen geht trotzdem.

Für uns war es ein großer Tag. Wir haben unsere Freiheit aus den Täterkreisen zum ersten Mal genutzt und Dinge getan, die für uns bis dato mit einem Machtgefälle zu tun hatten (Erwachsenensachen eben). Um dann eine Entwicklung zu spüren aus einer tiefen Ecke im Innern. Wir taten etwas, das wir in den ganzen Jahren seit der Befreiung niemals von uns aus getan haben: Wir forderten die Hand einer Verbündeten und hielten sie einfach fest, als wir das Veranstaltungsgelände verließen.

Ich weiß es nicht genau- aber irgendwas ist bei uns an dem Tag einen Zentimeter gewachsen.

Danke dafür an alles und alle!

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30 thoughts on “die Tagung”

  1. Beim Lesen Traenen in den Augen….. traurige, ernuechternde, schrecklich und doch gute,mutmachende, erleichternde Traenen,…. von allem ein bisschen.

    Wenn ihr das von einer voellig Fremden ueberhaupt annehmen moegt, dann schicke ich euch ehrliche Freude ueber euer Wachstum mit 🙂

  2. Ich finde es sehr mutig, dass du dich zu Wort gemeldet hast. Dein Text hat mich sehr bewegt und ich habe mich beim Lesen gefreut, dass er nicht ganz hoffnungslos und vor allem kämpferisch endet.
    Viele Grüße und weiterhin alles Gute bei allem was du erreichen möchtest.

  3. Ich finde es auch richtig gut, dass Ihr den Mut aufgebracht habt, unter solch einer großen Aufregung eine Frage an die Fachleute gestellt zu haben.

    Was ich immer wieder unglaublich finde, ist, dass es die Polizeiverantwortlichen und der Gesetzgeber nicht gebacken bekommen, den Betroffenen von Gewalt den höchsten Opferschutz zu gewähren. Meiner Meinung nach muß den Tätern/Tätergruppen mit aller Härte nachgegangen werden und die Gesetze verschärft werden. Und den Betroffenen muß auch die Möglichkeit gegeben werden, anonym zur Beweislast bzw. Beweissicherung beitragen zu können. Auch die Voraussetzungen für die Anerkennung nach dem OEG, wo ja in den meisten Fällen eine Strafanzeige erfolgen muss, ist mehr als gruselig in diesem Land. Und vorallem nervraubend und retraumatisierend.

  4. Stolz sind wir gar nicht 😉
    irgendwie ist es gerade mehr so ein Zustand von „Herausfinden, wieso die uns nicht vom Mikro weggeprügelt haben und froh sei, dass sich die Welt irgendwie trotzdem noch weiter dreht obwohl….“
    Haben das jetzt „Ereigniskater“ getauft :mrgreen: irgendwie sind wir noch gar nicht richtig wieder da und wach und ach überhaupt
    Stolz kommt dann irgendwann vielleicht- wenn die Ratio wieder in der Lage für so globale Etiketten ist. 😉

  5. *Nicken der Zustimmung*
    So wie ich das gestern verstanden habe, wartet der Staat darauf, dass die Überlebenden sichtbar werden und dadurch die Täter sichtbar machen, um dann laaaaaaaaangsaaaaaaam und gemääääääächliiiiiiich mal einen Stift nach dem anderen zu spitzen und sich Gedanken über das Papier zu machen, auf dem neue Gesetze und Möglichkeiten überlegt werden können…
    Eine herrliche Pattsituation, die wieder alle Verantwortung bei denen liegen lässt die alle Kraft für ihr Überleben aufbringen.
    Das ist einfach nur infam. Eine Schande in einem Rechtsstaat.

  6. danke dafür hier lesen zu dürfen, wie ihr diesen für euch so wichtigen tag erlebt habt und dass ihr immer wieder benennt, was aus eurem erleben hilfreich und sinnvoll ist und was nicht.
    ich hab mich so sehr für euch gefreut, dass ihr gefordert habt. damit werdet ihr hörbar und aktiv. es ist ein so großer und wichtiger schritt für euch. ja, dass erschöpft 🙂 und danach brauchen körper und geist ruhe :). das ist ganz natürlich. du bist toll!!!

  7. Irgendwie decken sich unsere Eindrücke von der Tagung.
    Wir fanden eure Schlussworte so wunderbar passend…danke nochmal dafür 🙂

    Und schön, euch mal so live und in Farbe zu sehen…bin die ganze Zeit neben dem Katzenmann hergehoppst „Sind sie das…das sind die doch…oder?? Das was sie zum Schluss gesagt hat, klang so nach ihnen und…also, die haben mal geschrieben, dass sie sich oft so anziehen wie Bibelverkäufer…und…naja… 😳 …aber sind sie das wirklich…?“
    Der Katzenmann, der eine viel höhere Sehschärfe hat als ich: „Also…auf ihrem Namensschild steht C. Rosenblatt…“
    Ich: „Wuuuaah, das sind sie :D…ok, ich sprech sie jetzt an…*hinlauf**wieder weglauf* ach nee, da ist jetzt so eine ältere Dame und redet mit ihnen…da kann ich sie ja nicht einfach so ansprechen…die reden ja immer noch…ohman, ich glaub, ich lass das, die finden das bestimmt total doofig…nee…“
    Katzenmann *augenrollend schubs*: „Janee, jetzt sprech sie doch halt mal an…“
    Ich: „Ok…ok, jetzt ist die Frau weg…jetzt mach ichs…*tief Luft hol*“

    …und sind sehr froh, euch dann doch noch angesprochen und mit euch ein bisschen geredet zu haben 🙂

  8. Hallo Rosenblatt,
    ihr dürft Stolz auf euch sein, dass ihr euch getraut habt nach Vorne zugehen und euch gemeldet habt. Ihr habt eurer Schweigen gebrochen. Danke für eure Worte. Nicki und die Bärenbande

  9. Ich habe mich soooooooo sehr darüber gefreut!
    Also erstmal, dass überhaupt jemand „danach“ mit uns gesprochen hatte (ich mein- Hallo habt ihr das Ganze umherfliegende Grünzeug da gesehen? Das waren wir ^^ ) und dann dass auch noch ausgerechnet ihr das wart! Das ist in sovielerlei Hinsicht toll, weil halt ne „Aboo geil- Die gibts nicht nur im Internet- sondern auch in echt“, dann „Wow wir sind doch nicht so […diese Darstellung ist ihrem Land leider nicht verfügbar…], dass uns jemand anspricht“ und daaaaaahhaaaann noch obendrauf: „Huch- es ist ja irgendwie voll einfach so ins Gespräch zu kommen (Wattn dattn?! O.O ) „.

    Wir hatten schon gehofft uns irgendwie zu vernetzen (die ältere Dame da zum Beispiel war ziemlich genau diese Art Vernetzung, für die wir auch da hin sind). Aber dann unser virtuelles Netz realisiert zu sehen, war schon auch schön.

    Habt ihr noch andere Menschen getroffen?
    Sagt ihr dem Katzenmann nochmal danke von uns, dass er euch angeschubst hat? :mrgreen: Ich fand das richtig schön!

  10. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!
    Der Tag war sicher super anstrengend, aber für den letzten Satz: „Ich weiß es nicht genau- aber irgendwas ist bei uns an dem Tag einen Zentimeter gewachsen.“ hat es sich definitiv gelohnt!

    LG

  11. Nicht in angemessene Worte zu fassender großer Respekt für eure so außergewöhnlichen Persönlichkeiten! Ihr habt damit beigetragen, die Welt ein Stückchen weiterzudrehen 😉

  12. Ich bin seit ein paar Monaten Stammgast auf eurem blog. Durch diesen blog habe ich einen Abriss von einer Idee von einer Ahnung von einem vagen Gedanken einer Welt bekommen, die für mich jenseits jeglicher Vorstellung gelegen ist. Ihr habt meinen Horizont enorm erweitert und ich kann mir vorstellen, dass ich nicht der einzige bin.
    Damit leistet ihr mit jedem Blogbeitrag und mit jedem Tweet einen Beitrag, dass Menschen wie ich erstmalig damit konfrontiert werden und dadurch die Chance haben, das Thema DIS überhaupt einmal kennzulernen und es als Realität zu begreifen. (Und vielleicht hat ja sogar einer von uns, die durch euer Schreiben damit Bekanntschaft machen, einmal in seinem/ihrem Leben die Möglichkeit, in einer Situation mit Anderen daran zu denken und ein breiteres Spektrum an Handlungsoptionen zum Reagieren zur Verfügung als nur Verständnislosigkeit und Verwunderung über ein für uns nicht einordenbares Verhalten. Das ist dann euer Verdienst ;-))
    Keep on writing ….

  13. Wir haben jetzt alles gelesen und alle Kommentare auch und wir freuen uns einfach mit und für euch! WOW! Cool! Enorm! Respekt!!!
    Danke für das Schreiben und mitteilen!
    🙂
    Seid ganz sehr lieb gegrüßt! (und wir lesen mal weiter jetzt 😉 )

  14. Ich denke seit dieser gestrigen Unterhaltung darüber nach, wie ich meine Hochachtung für eurer Persönlichkeit zum Ausdruck bringen kann (obwohl ich in meiner Antwort oben von „nicht in angemessene Worte zu fassen…“ geschrieben habe). Mir ist der Versuch ein Anliegen, also nehme ich meinen Mut dafür zusammen:
    Ihr lasst uns mit eurem blog daran teilhaben, wie ihr euren Weg aufrecht und ungebrochen in Würde geht. Ihr vermittelt eine Zuversicht mit der ihr permanent daran arbeitet, euer Leben selbstbestimmt nach euren Vorstellungen zu gestalten. Und ihr habt den Mut, euch allen Konsequenzen dieses Handelns zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass ich nicht einmal im Ansatz erahnen kann, was diese Konfrontationen für euch bedeuten und von euch verlangen (dabei seid ihr noch mit einer Umwelt, wie Ämter und Institutionen konfrontiert, die euch zusätzlich Steine in den Weg legen).
    Ich denke, das ist die größte Herausforderung, der sich ein Mensch stellen kann und ihr lasst uns daran teilhaben, wie ihr diese meistert und im Laufe der Zeit, seit ihr diesen blog schreibt, daran wächst. Eine zumindest für mich unvorstellbare Leistung für die ich euch alle Kraft und Energie wünsche!
    Und es ist schön von euren Etappensiegen auf dem Weg zu lesen – wie unter anderem in diesem blog über die Tagung.
    Ich hoffe, dass ich die richtigen Worte gefunden habe, um das zum Ausdruck zu bringen, was ich empfinde. Sollte mir das nicht gelungen sein, dann bitte ich auf um eure Nachsicht und hoffe, zumindest nichts damit angerichtet zu haben (weist mich bitte darauf hin, wenn das passiert ist).
    Alles Gute auf eure weiteren Weg und ich freue mich auf viele weitere blogs.
    Da Hoasde

  15. Vielen Dank!!!
    Also für den Bericht aber auch allgemein den Blog (wenn hier alle so am Danken sind, dachte ich…)

    Ich hab wieder mal 100 Gedanken dazu, was ihr schreibt macht immer Gedanken in meinem Kopf.
    Gerade so Thema Sprache, das ihr ansprecht.
    Hab sogar in der Bücherei hier nach dem Buch geschaut aber nicht gefunden leider. Würd ich eigentlich gerne wissen, was sie dazu geschrieben hat.
    Ich bin da ja immer extrem Ego und stell mir nach der Frage „wie sollte man es nennen“ natürlich gleich die Frage „wie will ich das was ich erlebt habe nennen“ und wenn diese Frage dazu kommt wird alles schwieriger.

    Hab wie man sieht mir auch mal nen Blog angemeldet dann muss ich bei dir nicht mehr spamen wenn ich Gedanken zu schreiben will 😉
    (mal sehen aber ob ich was schreib aber ich denk schon) (sogar die Kiesels haben einen hab ich gesehen)

    Naja auf jeden Fall wollt ich Danke sagen weil ich schon sowohl von euren Links wie auch Gedanken total viel profitiert habe.
    (Niffi im Internetbinge weil JUHU INTERNET)

  16. Hallo Niffi

    Das Buch können wir dir gern ausleihen- es ist vergriffen soweit ich weiß. Das Expemplar, das wir haben, erstanden wir über „Booklooker“.

    Für uns war das Buch ein Eröffner hoch 10, weil das Thema Sprache bei uns ziemlich verquer ist- also schon in der Grundlage. Sich dann wenigstens vor Augen halten zu können, dass sich manche Worte Aussenstehender nicht nur schief anhören (und für mich mit diesem Syästhesiekrams obendrauf auch noch schief anfühlen)-sondern, dass das auch noch berechtigt ist, weil sie etwas schiefes sagen… das war wirklich gut.

    M. Gerstendörfer ist wirklich zu früh von uns gegangen. 😦 Sie war so aktiv auch was Menschenrechte und die Würde der Menschen anging… das war eine Frau in deren Dunstkreis ich mich sehr gern eingezeckt hätte um mitzumachen.
    Jetzt bleibt einfach nur mein Sprachknall und die Hoffnung irgendwann vielleicht auch so eine Kraft zu entwickeln ihren Kampf weiterzuführen.

    Viele Grüße und danke 🙂

  17. Hi! Ohmann ich würd das Angebot ja sogar annehmen, aber ich kenne von mir, dass Bücher erst mal ewig ungelesen herumliegen, auch bei Interesse, und dass ich dann Geliehenes ewig nicht zurückgebe und wegem dem Druck „ich muss nun aber bald“ es erst recht nicht lese…. also tut mir wer was Gutes aber niemand hat was davon ausser ich Druck und der Mensch kein Buch 😉 Aber hab gesehen dass es das nicht sooo teuer Online auch gibt. Aber danke!
    Ich hab online nen pdf von ihr Gefunden die auch sehr gut war und mir auch Lust auf mehr gemacht hat: http://www.sexworker.at/phpBB2/download.php?id=178

  18. so, irgendwie jetzt einiges geschrieben und dann wieder gelöscht und beschlossen: ihr bekommt jetzt einfach mal wieder eine Mail von uns 😉

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