Lauf der Dinge

die Suche nach dem Porno in meinem Blog

Die Offenlegung von sexualisierter Gewalt und auch dessen Folgen ist schnittig-schneidend- eine mehrfache Klinge umschiffend. Teilweise eine mitten in sie hineinfallende Sache…

Heute trat ein Thema in meinen Twitternachrichten gehäuft auf und ich möchte es gern mal aufnehmen.

Immer wenn jemand eine Suche, mittels einer Suchmaschine im Internet, startet, scannt das Programm das Internet durch und spuckt als Ergebnis die dem Algorhythmus entsprechend relevanten Homepages aus.
Logisch, dass entsprechend bei mir auf den Blog in dem das Wort “Sex” so derartig oft vorkommt (und sei es in der Vorsilbe der SEXualisierten Gewalt oder der SEXuellen Misshandlung) auch immer wieder Suchende bei mir landen, die Anfragen stellten wie: Sex mit gelangweilter Hausfrau; sexy Teens Wollstrumpfhose; Will Sex jetzt…

Und ganz offensichtlich klicken sie dann auch auf meinen Blog- sonst würde ich diese A608876_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.denfrage wohl kaum im Dashboard sehen.

Nun die Frage: Was macht mein Kopf damit? Was passiert, wenn wir merken, dass unser Tun hier potenzielle (Miss-)Ge-braucher anlockt? Versuchen wir unseren Blog mehr zu schützen? Verändern wir unser Tägverhalten? Verändern wir die Themen? Verändern wir unsere Art aufzuzeigen, wofür wir so lange Anlauf nehmen mussten?

Als wir die erste Anfrage mit Ziel “Pornografie” hier fanden (“geile Fotze gierig nach Sex”) sind wir erst mal gepflegt kotzen gegangen. Mussten uns ausweinen, im Wald stehen und ein paar Seelen rausschreien. Wir fühlten uns direkt wieder benutzt und hatten das Gefühl, dass unser Leiden evtl. konsumiert wurde. Und das, obwohl hier niemals genau diese Worte standen oder wir irgendwelche plastischen Details ausgeschrieben haben.
Der gleiche Kanal der anspringt, wenn mich jemand direkt anschaut, sprang auch dann an. Sofort gab es das Gefühl, dass derjenige welche von meiner Verderbtheit wusste und wusste, dass er mich benutzen kann, wie er es will. Erst nach etwas Abstand konnte ich mir die Entfernung durch dieses so scheinbar nahe Medium Internet verdeutlichen und mir klarmachen, dass der Mensch nicht mich- oder einen Teil von mir- sondern lediglich eine von mir gestaltete Website im Internet gesehen hat.

Doch ohne Folgen blieb es nicht.

Es pflanzten sich Zweifel ein, ob wir es schaffen würden, mit den gefühlt weitverbreiteten Mythen um sexualisierte Gewalt bzw. sexualisierte Misshandlung, welche durch verwaschene Sprache und gesellschaftlichen Tabus entstehen, aufzuräumen.
Würde es möglich sein eine Vergewaltigung zu beschreiben, so dass mit der Vorstellung Schluss ist, dass es sich um schlicht “harten Sex” oder “tumbes Beine breit machen müssen” handelt- ohne aber irgendeinen Kopf da draußen damit  sexuell erregend zu stimulieren? Wie strikt sachlich kann man das Fastersticken durch die Körperlichkeit eines anderen Menschen beschreiben, ohne kalt und nicht darunter leidend zu wirken? Kann man abgrundtiefe Demütigung und fasertiefste Qualen erwähnend andeuten, ohne, dass sich nicht vielleicht doch irgendjemand mit sadistischer Neigung daran ergötzt?

Wir erkannten, dass das nicht möglich ist.
An dieser Erkenntnis hatten wir dann noch mal viele Tränen zu vergießen, weil man sich   ohnmächtig und ausgeliefert fühlte- und das obendrein auch noch selbstverursacht!
“Was führst du denn auch so einen Blog- wieso schreibst du manches auch so aus? Bist doch selber Schuld wenn dann einer kommt und …”
Ja ja die lieben BÄÄÄMs mal wieder. Für sie ist sowas natürlich gleich noch ein gefundenes Fressen. Sie finden in der breiten massenmedialen Welt schon Futter ohne Ende und oft genug auch im direkten Kontakt mit anderen Menschen, wenn es darum geht die erlebte Gewalt runterzureden, zu verharmlosen und zu relativieren. Unterm Strich: unsichtbar und weniger schlimm zu machen.

(Dann sind da noch ganz andere Aspekte die auch recht bald aufkamen: das Mitleid, die Erschütterung, das Entsetzen, die Dankbarkeit, die Bewunderung, das ehrliche Mitfühlen der Leser.
Und auch: der schlichte Konsum- zig Besucher die nicht auch nur einen Pieps von sich geben (können oder wollen). Uff!)

Es war die Zeit in der wir uns sehr klar machen mussten, dass wir schlicht keinen Einfluss haben und es hinnehmen müssen, was wie wo ankommt und wirken kann.
Doch auch, dass wir deshalb nicht gänzlich ohnmächtig und ausgeliefert sind. Wir können Einfluss darauf nehmen, was genau für eine Botschaft beim Leser ankommt, indem wir die Dinge beim Namen nennen und so global wie uns möglich schildern.

Würde ich von “erzwungenem Oralverkehr” schreiben, sage ich etwas Anderes als wenn ich von “oraler Vergewaltigung” oder wie oben vom “Fastersticken an der Körperlichkeit eines anderen Menschen” schreibe. Schreibe ich von “Sex mit Erwachsenen” sage ich etwas deutlicher, als mit dem Begriff des “Kindesmiss-ge-brauchs” oder gar mit dem absolut infamen Wort “Kindersex”.

So wird deutlich sichtbar, was ich zeigen will und es gibt weniger Raum für sexuell stimulierendes Kopfkino, da die Belegung dieser Worte eindeutiger mit Gewalt assoziiert sind. Sie tauchen seltener in Pornos und anderen Massenmedien auf.

Konsumenten von Pornografie oder auch pädokrimineller Dokumentation vergeht hier (meiner Einschätzung nach) so oder so schnell die Lust. Es ist nicht schön, wenn Objekte plötzlich einen Namen, ein Gesicht, eine Seele und eigenen Willen bekommen. (Das Objekt plötzlich eine Globalität annimmt und zum echten Gegenüber wird)
Niemandem schießt das Blut in die Scham, wenn es um Gewalt an einem lebendigen, bunten, eigenwilligen, lebensfrohen, starken, mutigen, sich nicht mehr manipulieren lassen wollenden Menschen, wie man selbst einer ist (oder sein will) geht.
Wozu die Mühe- gibt es doch täglich um die 20.000 neue frische Pornowebsites im WorldWideWeb, wo sie genau das bekommen können, was sie eigentlich wollen: platt abgebildete- genormte-nackte- Objekte, die nur zur Benutzung- zum sexuellen Gebrauch existieren.

Ich bilde mir ein, dass wir hier genug Realität einbringen, um ein Abtauchen in sexuelle Fantasien zu verhindern- und wer sie doch empfindet ist eben die Ausnahme der Regel.
Mag sein, dass ich mich damit ein bisschen selbst beschummle und mir etwas einrede, was nicht stimmt- aber ich kanns ja auch nicht überprüfen, sondern nur von mir auf Andere schließen.
Wenn ich etwas im Internet suche, springe ich auch nicht auch gleich auf alles an, was lediglich in der Peripherie mit dem Suchziel zu tun hat. Also wenn ich Schuhe suche- bin ich von Schuhmacherwebsites und Schuh-Fashionblogs eher genervt, als dass ich mich da noch ewig aufhalte.

Was allerdings übrig bleibt, ist der schale Geschmack des “Hinnehmen müssens”.
Ich verstehe nicht, warum es Programme gibt, die dafür sorgen, dass man unbemerkt vom Chef am Arbeitsplatz herumsurfen kann, zig tausend Trojaner, Viren und Würmer, Hacker und was es nicht sonst noch so alles gibt- aber keine Möglichkeiten der Suchmaschinen zwischen den Wortbedeutungsebenen und Wortkontext zu unterscheiden.
Warum gibt es keine deutlich ausgezeichneten Internetebenen?
Eine reine Konsumebene, eine Werbeebene, eine (niedere) Gelüste Ebene (Pornos, Trash, Klatsch und sonstiges seicht Schönes) und eine Begegnungs-Kommunikationsebene.

Jedes Mal wenn wir unseren Browser hochfahren und eine Internetseite aufrufen, müssen wir ein Rätselraten veranstalten: Worum gehts bei Fratzbuck wirklich- Werbung, Austausch oder Verteilung von Informationen? Was ist das Ziel meines Blogs- und was ist das Ziel eines anderen Blogschreibers: Dokumentation, Kommunikation, Werbung, Bedienung von (niederem) Gelüst?

Diese Klarheit wäre es, die uns sehr gefiele.
Sie würde den Post-it an der Laptopseite mit der Botschaft “die Anfragen haben nix mit dir zu tun” unnötig machen- es wäre viel klarer, dass der Suchende im Fall des Falls der Trottel ist- nicht ich oder die Suchmaschine.

Es würde allen Seiten deutlicher machen, dass Menschen hinter den Internetseiten sitzen, die sich Gedanken machen und Gefühle haben.

 

Und heute neu: die Frage an meine BlogleserInnen
Wie geht es euch mit solchen Anfragen? Wie geht ihr damit um? Habt ihr Schutzmaßnahmen getroffen? Wenn ja, welche?

15 thoughts on “die Suche nach dem Porno in meinem Blog”

  1. Als bislang stumme Leserin sage ich dann doch mal ´pieps´ – etwas beschämt, weil ihr völlig recht habt: ihr teilt hier so viele Gedanken und Gefühle, und ich sag nicht mal Hallo…. das liegt aber nicht am bösen Willen, sondern eher daran, dass mir selten etwas einfällt, was mir nicht blöd oder banal vorkommt, oder ich schlichtweg wirklich sprachlos bin. Daher: Vielen Dank für deine/eure Gedanken! Die konsumiert man (oder vielmehr ich) nicht nebenbei, und manches wirkt auch länger nach… in Zukunft sehe ich zu, euch das wissen zu lassen. Alles Gute! Und bis neulich.

  2. Das verstehe ich nur zu gut.
    Selbst wenn ich Fachbücher lese, um mich besser zu verstehen, denk ich immer, wieviele sich sowas kaufen um hinter der Maske des Intellektuellen einen ganz anderen Trieb zu befriedigen.

    Doch dann stellt sich mir die Frage- wenn man das alles verbannen würde, weil es den FALSCHEN anmacht, dann werden wir nie die RICHITGEN erreichen und wachrütteln.

    Und das Darkweb kann man nicht ausradieren….leider.

  3. Ich tagge meinen Blog nicht. Schreibe vornehmlich PW-Geschützt und geb die Adresse nur an Menschen weiter, die ich auf irgend eine Art und Weise kenne oder von denen ich weiss, dass andere Menschen sie kennen. Das sind meine Vorsichtsmaßnahmen.

    Aber ich bin auch ein extrem ängstlicher Mensch und ich bewundere es wie Ihr und auch andere Menschen in der Blogger-WElt es können. Sie können sich ausdrücken, können teilen und damit einen großen Beitrag dazu leisten, dass Menschen wie Du und ich besser verstanden werden. Das man ein wenig Licht in die Welten bringt, die sonst Niemand sieht. Von daher fände ich es echt schade, wenn Ihr von diesen Anfragen untergehen würdet.

    Und by the way. Selbst simple Kataloge mit Kindern als Models…

    Da denke ich, dass Euer Blog nicht dazu dienen kann. Jedenfalls habe ich nicht den Eindruck, dass Ihr Material für die Perversen bietet…

  4. Hallo ihr Lieben,

    wir bewegen uns ja jetzt etwa 13 Jahre im Internet und haben da vieles erlebt. Ehrlich gesagt haut uns das nicht sonderlich um. Ob nun solche Suchanfragen, oder Menschen die sich als Viele ausgeben und es aber nicht sind. Suiziddrohungen, die sich als fake rausstellen und so weiter und so fort…. Es gibt nichts was es nicht gibt – wie in der realen Welt. Dem wird man kaum ausweichen können und wir rechnen immer irgendwie mit allem. Es hat uns nicht dazu gebracht zu schweigen, aber wir sind Vorsichtiger in den Begegnungen.

    Die, die mit solchen Suchanfragen auf den Blog kommen, gehen schlimmstenfalls schnell wieder ihrer Wege und bestenfalls lesen sie und lernen dazu im positiven…. Alles was ihr schreibt ist auch schon woanders im Netz zu finden.

    Damit umgehen?
    Ich denke, man muss sich dessen einfach bewusst sein.
    Eben auch wie es mit den Suchmaschinen funktioniert. Schreibst du von Milkaschokolade, dann taucht Milka in den Suchanfragen auf. Meistens wird man dann schnell wieder weggedrückt, weil dieses Menschen eben was anderes suchen. Aber sie werden weitersuchen, ob Eure Seite nun dazwischen ist oder nicht.

    Man kann sich schützen indem man sich „dicht“ macht und verschlüsselt oder ganz aus dem Netz verschwindet. Dann gibt es anderes was enttäuscht, überrascht, ängstlich macht…… usw.

    Selber Achtsam sein. Mehr kann man nicht tun. Denke ich.

    Viele liebe Grüße von uns und auch noch ein schönes WE
    anja und sterne

  5. Ich kann Dir voll nachfühlen! Es ist eh schon…mutig, gross, dass Du diesen Blog führst, denn ich glaube, Du tust damit etwas ganz wichtiges.

    Es gäbe natürlich auch die Möglichkeit, den Blog privat zu schalten, so dass nur noch diejenigen mitlesen können, denen Du das vorher erlaubt hast.

    Danke dass Du Deine Gedanken mit uns teilst.

  6. Danke euch allen für eure Kommentare bis jetzt. 🙂

    Ja, einen privaten Blog zu führen ist ja immer möglich- das sind diese Dinger mit Papier und Stift und so… sogar mit kleinem Schlösschen dran :mrgreen:

    Aber es geht mir-uns ja darum ohne große Schockerdarstellung oder Hype-zündelei etwas zu zeigen und somit aufzuzeigen, damit soviele Menschen wie möglich etwas davon haben. Seien es Worte-Wortbilder- Greifbarkeit des Themas- Sicherheit im Umgang- Nahbarkeit des Problems- Verbundenheit oder wirklich sogar Austausch und Kontakt.

    Wir mache hier keine Artikel mit Passwortschutz oder so, weil es kein Tagebuch in dem Sinne ist- hier kommt immer nur schon „Öffentlichkeitsfähiges“ Gut hinein.

    Was ich mit Schutzmöglichkeiten meinte, war ob es evtl doch bereits Softwarelösungen gibt, die Suchmaschinen und Bots von vorherein klar machen, was für Content hier ist, oder auch überhaupt,ob euch solche Suchanragen auch treffen auf euren Blogs … etc etc etc

  7. hallo ihr,
    bei mir landen immer mal wieder menschen mit (für mich irritierenden) fetischen die sich irgendwie um mütter drehen. klar hab ja auch nen mamiblog im weitesten sinne. ich weiß von einigen anderen müttern die bloggen das sie bestimmte wörter ( zB. se-x, oder auch m*lka) unkenntlich machen, also sterne/striche einfügen oder so damit die suchmaschinen die nicht finden. das kann allerdings so einen schreibfluss auch stören, beim lesen störts mich nicht. von softwarelösungen weiß ich nix wär aber toll. gibt doch auch jugendschutzfilter die nicht mehr ganz blöde sind…

    vielen dank dafür dass ihr eure sachen so teilt, ich hab mich gerade von hinten nach vorne durchgearbeitet und les euch total gerne. viele grüße die unsichtbare

  8. Erstmal danke dafür, dieses Thema in Angriff genommen zu haben. Erst gestern fand sich auf takeover.beta ein ganz schlimmer Suchbegriff, bei dem sich mir alles gedreht hat. Wie kann ich mich als Bloggerin vor soetwas schützen?
    Ich finds aber noch mal ganz wichtig hier zu erwähnen: Nicht unsere Sprache ist schuld daran, dass solche Leute auf unsere Blogs kommen. Nicht unsere Auseinandersetzung. Auf der einen Seite kann ich es sehr nachvollziehen, wenn Menschen solche Suchbegriffe nicht in ihren Blogs haben wollen und verstehe auch,dass sie dann versuchen, Gegenmaßnahmen zu treffen um sich zu schützen. Mir geht es überhaupt nicht um „Stärke“ gegenüber solchen Suchbegriffen. Ich will nur auf die schlimme Tatsache hinweisen: Solche Suchbegriffe führen dazu, dass wir uns kleiner machen. Dass wir unsere Geschichte kleiner machen, dass wir danach schauen müssen, wie WIR uns ausdrücken. Genauso wie bei Street Harassment, also sexueller Belästigung Frauen* darauf hingewiesen werden: Ihr müsst schauen, wie ihr euch anzieht, dann werdet ihr halt eben nicht belästigt. Das ist Victim Blaming, den Betroffenen die Schuld zu geben.
    Ich würde mal so sagen: Sobald wir anfangen, uns auf unseren Blogs mit unseren Körpern auseinanderzusetzen oder auch nur in entferntester Variante mit unserer Sexualität,wird es zu solchen Suchbegriffen kommen. Es ist nicht unsere Pflicht, diese gewaltvollen Mythen über Sexualität „aus der Welt zu räumen“, dazu haben wir überhaupt nicht die Kraft als wenige. Wir müssen DIE nicht ändern.
    Nochmal, und ganz wichtig: Ich will nicht sagen: Seid stark gegenüber solchen Begriffen oder etwa: Jetzt erst Recht! Im Gegenteil: Tut,was euch guttut, wo ihr glaubt, dass ihr euch damit schützen könnt vor solchen Triggern. Aber glaubt NICHT, es ist eure Schuld oder ihr MÜSST euer Verhalten ändern, damit die sich ändern. Solche gewaltvollen Strukturen werden nicht durch wenige beendet.
    Ganz liebe Grüße!

  9. Jupp nicht durch wenige kann sich etwas ändern… nur durch viele… viele… viele die sich so wie wir auch nicht davon abschrecken lassen.
    Es steht gar nicht zur Debatte wegen solcher Strukturen still zu sein- soweit kommts noch (Hallo? Was wir aussen in der Realität haben, tragen wir noch nicht auch noch in unseren 4 höchteigenen Blogwänden weiter :mrgreen: )
    Aber darüber nachzudenken, wie man eine deutichere Abgrenzung zu solchem Content schaffen kann, ist finde ich wichtig. (Wie gesagt- ich finde es unglaublich was es heute für Browseradd-ons, Safe-Secure Dingsis und Virenkrempelkram der nur Schaden anrichtet, gibt- während in dieser Richtung hier scheinbar noch so gar keine Bewegung ist)

  10. Auch für mich ein wichtiges Thema! Ich rechne auf jeden Fall auch mit ein paar unangenehmen virtuellen Begegnungen. Ich finde Bäumchens Beispiel mit dem street harassment ganz treffend. Und lebe mit dem „schalen Geschmack des “Hinnehmen müssens”“.

  11. über ähnliche Suchanfragen kommen wohl auch immer wieder Leute auf unseren Blog. Da sich das bei einem Artikel häufte, wurden da kurzerhand einige Worte verändert. Versuchen uns da auch beim taggen etwas Mühe zu geben, aber im letzten kann man so etwas manchmal nicht verhindern, wenn man gleichzeitig offen schreiben will. in den 90ern haben Plattformen für Betroffene deshalb angefangen einige Worte zu splatten (wenn ich heut lese, dass viele meinen, man würde dadurch Trigger verhindern und darum darauf bestehen, muss ich noch immer grinsen, man kann sich doch sehr gut selbst konditionieren) und ich muss gestehen es gab schon schwache Momente, wo ich gerne doch einige absichtliche Rechtschreibfehler eingebaut hätte…

  12. Eine Freundin hat ein Familienblog, entstanden aus dem Wunsch, Menschen Infos zur Erkrankung ihres Kindes/ zu der Krankheit selbst zu geben. Irgendwann hat sie, nachdem sie erschrocken war, wie viele Anfragen der Suchmaschinen offenbarten, daß hier pädophile Leute nach „Ansprache“ suchten, das ganze Blog paßwortgeschützt. War eigentlich auch nicht der Sinn des Ganzen, aber der Schutz der Kinder war ihr verständlicherweise wichtiger.
    Ich persönlich hatte erst eine Vulgär-Anfrage, die mich insofern eher amüsiert hat, daß der Anfrager bei mir bei Honigbienen statt bei zu benutzenden Menschen gelandet ist. Aber auch ich war und bin angeekelt, daß solche Anfragen überhaupt gestellt werden bzw „bei mir“ landen. Bei mir sind Beiträge mit Personenfotos PW-geschützt, und über intime Dinge (egal ob physisch oder psychisch) blogge ich nicht bzw nur SEHR begrenzt und überlegt. So versuche ich mich zu schützen.

  13. Liebe Rosenblätter,

    da dies mein erster Eintrag ist, zunächst vielen Dank für Dein Blog und Deine Schreibe.
    Das FAQ zum Beispiel habe ich meinem Partner zu lesen gegeben, weil es so herrlich unaufgeregt und sensationslos einige Dinge klärt oder erklärt. Danke!

    Zu Deiner Frage:
    Ich bin kein Freund von Splatten/Sternchen setzen oder ähnlichem aber trotzdem bietet sich sowas an, um den Suchmaschinen zu entgehen.
    Du könntest zum Beispiel Deinen fertigen Text vor dem Posten ein paar mal durch „Suchen und Ersetzen“ jagen und zum Beispiel das e in Sex durch ein umgedrehtes e (aus dem Symbolzeichensatz) oder ein € Symbol, oder ein Epsilon aus dem griechischem Alphabet ersetzen.
    Oder eben auch durch einen Stern.
    Seliges dann für andere problematische Wörter … „Porµo“ würde zum Beispiel wohl auch nicht gefunden.

    HTH.

    liebe Grüße und alles Gute wünsche ich Dir,
    Tiska

  14. Hallo Tiska,

    danke für den Tipp!
    Das Pornoproblem hatte sich mit dem „Verstecken“ des Artikels tatsächlich gelöst- seitdem kommen kaum noch entsprechende Suchanfragen.

    Trotzdem ist das ein guter Hinweis, der sich bei größerer Reichweite und eigener Domain vielleicht nochmal bewährt- wer weiß.

    THX again

    und viele Grüße

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